Telekom-Vorstand hält an Sparplänen fest: Belegschaft wehrt sich gegen Stellenabbau
- Unternehmenssprecher: 'Kein Verständnis für Streiks'
- Betriebsrat: 'Kampfmaßnahmen nicht auszuschließen'

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Während der Telekom-Betriebsrat mit Streik gegen geplante Personalkürzungen droht, wendet sich der Telekom-Vorstand gegen "Drohgebärden", sagte Unternehmenssprecher Martin Bredl im Ö1-"Morgenjournal". "Für Streiks haben wir kein Verständnis. Der Betriebsrat wurde hier eingebunden und ausreichend informiert. Wenn nun Streiks angekündigt werden, schadet das sicher dem Unternehmen." Der Vorstand sei jederzeit zu Gesprächen mit der Personalvertretung bereit, an den Sparplänen halte man aber fest.
Telekom-Betriebsratschef Michael Kolek fordert ein Gespräch zwischen Belegschaftsvertretung und Unternehmensleitung über die Zukunft der Festnetzsparte. Sollte das nicht bis Ende November zustande kommen, seien Kampfmaßnahmen nicht auszuschließen.
Wie berichtet, sollen 2.500 Telekom-Mitarbeiter der Festnetzsparte in den nächsten drei Jahren gehen, 1.250 schon im kommenden Jahr. Das hat der Vorstand der Telekom vor einer Woche angekündigt. Doch wie viele Bedienstete in den einzelnen Bereichen tatsächlich ihren Job verlieren, sei nicht klar, sagte Kolek. Von der Unternehmensführung würden immer wieder neue Zahlen genannt, Kolek spricht von einer "Hü-Hott-Geschichte, die nicht durchdacht ist".
"Wenn die Basis nicht mehr da ist, dass man sprechen kann, dann werden wir natürlich alle Maßnahmen, die uns zur Verfügung stehen, auch nehmen", so Kolek. Man habe das in diesem Jahr schon mehrmals bewiesen, dass man Betriebsversammlungen in großem Stil abhalten könne. "Und es gibt natürlich noch Steigerungsstufen dazu." Das könnte bis zum Streik gehen. (apa/red)

