Neuerliche Demonstrationen in Islands Hauptstadt: Auseinandersetzung mit Polizei
- Zusammenbruch der Wirtschaft schürt Aggressionen
- Bevölkerung fordern Rücktritt von Premier Haarde

In der isländischen Hauptstadt ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Hunderten Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, einige der Protestierenden mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Demonstranten hatte versucht, in eine Polizeiwache in Reykjavik einzudringen, wo sie einen dort festgehaltenen Mann befreien wollten. Die Lage beruhigte sich schließlich, als der Festgenommene auf Kaution freigelassen wurde.
In Island ist es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Protesten gekommen, nachdem die Wirtschaft des Landes im Zuge der weltweiten Finanzkrise nahezu zusammengebrochen ist. Der Protest begann mit einer Kundgebung vor dem Parlament, wo der Rücktritt von Premier Haarde gefordert wurde, einige Demonstranten zogen dann aber zur Polizeiwache.
(apa/red)
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