Gemeinsam gegen Piraterie ankämpfen:
USA und Russland schließen sich zusammen
- Bush und Medwedew vereinbarten eine Initiative
- Übel an somalischer Küste soll bekämpft werden

·Scharfe Warnungen somalischer Piraten
Bei Eingreifen drohen Freibeuter mit Gewalt
·Somalische Piraten geben "Genius" frei
Chemietanker wurde vor zwei Monaten gekapert
·Gesetzlose Zustände vor somalischer Küste
Griechisches Schiff mit 23
Mitgliedern gekapert
Russland und die USA wollen im Kampf gegen die Piraten vor der ostafrikanischen Küste künftig zusammenarbeiten. Wie die russische Nachrichtenagentur Itars-Tass aus Lima berichtete, teilte das der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew und dem scheidenden US-Präsidenten George W. Bush am Rande des APEC-Gipfels in der peruanischen Hauptstadt mit. Er kündigte eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung der zunehmenden Schiffsüberfälle vor der somalischen Küste an. Dabei dürfe sich das Vorgehen jedoch nicht nur auf die See beschränken, sondern müsse auch an Land erfolgen, sagte Lawrow weiter.
Beide Präsidenten hätten dem Thema bei ihrem kurzen Treffen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, sagte Lawrow. Die künftige Zusammenarbeit solle sich sowohl auf das praktische Vorgehen gegen die Piraten als auch auf die juristischen Grundlagen dafür erstrecken. Medwedew und Bush seien sich der Bedeutung der russisch-amerikanischen Beziehungen für die Lösung weltweiter Probleme deutlich bewusst. Beide seien zuversichtlich, bestehende Probleme zwischen beiden Ländern bald lösen zu können.
Mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice habe er zuvor bei einem Treffen ebenfalls über das Piraten-Problem am Horn von Afrika gesprochen, so Lawrow weiter. Dabei sei man übereingekommen, dass es nötig sei, verstärkt im vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgegebenen Rahmen gegen die Piraten vorzugehen. "Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dieses Übel nicht nur auf See, sondern auch an der somalischen Küste zu bekämpfen, wo wir gemeinsam mit der rechtmäßigen Regierung des Landes versuchen sollten, die Ordnung wiederherzustellen", so Lawrow.
(apa/red)
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