Samstag, 22. November 2008

Starkes Seebeben auf der Insel Sumatra:
Gefahr eines Tsunami besteht dennoch nicht

  • Bisher keien berichte über Opfer oder Sachschäden
  • Zwei Beben mit der Stärke 6,7 auf der Richter-Skala

Ein starkes Seebeben hat die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Die Gefahr eines Tsunamis im Indischen Ozean bestand nach Behördenangaben aber nicht. Berichte über Opfer oder Sachschäden lagen zunächst nicht vor. Das US-Institut für Geophysik gab die Stärke des Bebens mit 6,8 an.

Die indonesische Erdbebenwarte meldete zwei Beben, eines der Stärke 6,7 und ein zweites der Stärke 6,3. Das Epizentrum lag demnach 142 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Bengkulu im Westen Sumatras in 23 Kilometer Tiefe.

Regelmäßige Beben
Die indonesischen Inseln werden regelmäßig von schweren Beben erschüttert. Die Inselgruppe liegt auf dem sogenannten Feuerring, an dem mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Erst am vergangenen Wochenende hatte ein schweres Seebeben eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Durch die Erdstöße der Stärke 7,5 starben auf der Insel Sulawesi mindestens vier Menschen, Hunderte Häuser wurden beschädigt.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben der Stärke 9,1 mit Epizentrum vor der Westküste Sumatras ein Tsunami ausgelöst, bei dem in mehreren asiatischen Ländern rund 230.000 Menschen ums Leben kamen. Am stärksten betroffen war die Gegend um Banda Aceh im Norden Sumatras.

Erst vergangene Woche hat Indonesien ein neues Tsunami-Vorwarnsystem gestartet. Es wird Experten zufolge aber nicht vor 2010 voll funktionstüchtig sein.
(apa/red)

22.11.2008 19:50