Explosion vor Regierungssitz in Thailand: Ein Toter und 23 Verletzte durch Anschlag
- Vorfall bei Dauerprotesten gegen die Regierung
- Korruptionsvorwurf durch Volksallianz-Demonstranten

·Thailand: Zeitgleiche Autobombenanschläge
Über sechzig Menschen bei Explosionen verletzt
Bei einer Bombenexplosion in einer Menge von Regierungsgegnern in Bangkok ist ein Mensch getötet worden, 23 wurden verletzt. Wie die Rettungsdienste mitteilten, ereignete sich die Explosion vor dem Regierungssitz, der seit Ende August von Demonstranten besetzt wird. Wer für die Explosion verantwortlich war, stand zunächst nicht fest.
Von den Verletzten erlitten elf lebensgefährliche Verletzungen. Die Proteste richten sich gegen den Ministerpräsidenten Somchai Wongsawa, den die Opposition als eine Marionette seines Vorgängers Thaksin Shinawatra bezeichnet. Somchai ist der Schwager des bei einem Militärputsch gestürzten Thaksin. Thaksin war im Oktober wegen Korruption in Abwesenheit zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Seit dem Militärputsch vor zwei Jahren hatte der Milliardär die meiste Zeit in London verbracht.
Die Demonstranten der Volksallianz für die Demokratie werfen der Regierung Korruption vor. Somchai wies die Rücktrittsforderungen der Demonstranten wiederholt zurück. Das Regierungsgebäude wird seit Beginn der Proteste nicht mehr benutzt. Am 7. Oktober waren bei einem Polizeieinsatz gegen die Demonstranten zwei Menschen getötet und knapp 500 verletzt worden.
(apa/red)
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