Ringen um Lösung des Kaukasuskonfliktes:
Georgien und Russland führen Gespräche
- Rückkehr der Flüchtlinge als vorrangiges Thema
- Weitere Verhandlungen für Mitte Dezember geplant

Einen Monat nach dem Scheitern einer ersten Gesprächsrunde haben Vertreter Russlands und Georgiens über die Beilegung des Kaukasus-Konflikts beraten. Bei dem mehrstündigen Treffen in Genf sei besonders über die Sicherheit in der Region diskutiert worden, teilten der russische Vize-Außenminister Grigori Karassin und der Chef der pro-georgischen Exilregierung der abtrünnigen Region Südossetien, Dmitri Sanakojew, am Mittwoch übereinstimmend mit. Zudem sei es um die Rückkehr von Flüchtlingen gegangen, sagte Karassin der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Ein weiteres Treffen sei für Dezember vereinbart worden, sagte Sanakojew. Die von den Vize-Außenministern Russlands und Georgiens angeführten Delegationen waren informell in Genf zusammengekommen. Eine erste Gesprächsrunde, die Mitte Oktober von Europäischer Union, UNO und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) organisiert worden war, war an Verfahrensstreitigkeiten gescheitert.
Der EU- Sonderbeauftragte für Georgien, Pierre Morel, sprach von "konstruktiven und produktiven" Gesprächen. Von einem "wirklich guten Treffen" sprach auch der UN-Sonderbeauftragte Johan Verbeke. Man werde sich jetzt am 17. und 18. Dezember erneut treffen, sagte Morel.
(apa/red)
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