Endlich Aufatmen in Kalifornien: Heftige Winde abgeflaut - Brände beruhigen sich
- Enorme Luftverschmutzung. Schulen geschlossen
- BILDER vom Kampf gegen meterhohe Feuerwände

Nach einem Abflauen der heftigen Winde hat sich die Lage im südkalifornischen Waldbrandgebiet etwas entspannt. Die meisten Evakuierungsanordnungen wurden wieder aufgehoben. Die Behörden warnten allerdings davor, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei. Auch die starke Luftverschmutzung hielt vorerst noch an. Viele Schulen im Großraum von Los Angeles blieben geschlossen.
Dem Feuer fielen rund 165 Quadratkilometer Land zum Opfer - etwas mehr als die Fläche des Stadtgebiets von Bonn. Etwa 1.000 Häuser, Wohnungen und Wohncontainer wurden zerstört. Hundestaffeln suchten in den Überresten eines abgebrannten Wohnmobilparks weiter nach etwaigen Opfern. Vorerst wurden aber keine Leichen gefunden, allerdings wurden einige tote Haustiere entdeckt. Die Bewohner sollten mit Genehmigung der Behörden noch am Montag in das Gebiet zurückkehren dürfen. In Sylmar hatte das Feuer am schlimmsten gewütet und mehr als 500 Wohncontainer vernichtet.
Geisterstädte vor Los Angeles
Viele Vororte der Millionenmetropole Los Angeles glichen zuletzt verlassenen Geisterstädten. Zehntausende Bewohner waren den Räumungsbefehlen von Feuerwehr und Polizei gefolgt. Im Prominentenort Montecito zerstörten die Flammen ein Kloster und zahlreiche Luxusvillen.
Der künftige US-Präsident Obama rief zur Hilfe für die Betroffenen auf. Ein entsprechender Appell wurde auf der Website veröffentlicht, auf der bisher für Wahlkampfspenden für den demokratischen Politiker geworben wurde. "Gemeinsame können wir den Opfern der Brände im Süden Kaliforniens helfen", hieß es in dem Text, in dem auch Obamas Wahlkampfslogan "Yes, we can" eingesetzt wurde. Ferner gab es Links zur Website des kalifornischen Gouverneurs Schwarzenegger sowie zu Hilfsorganisationen, die Spenden für die Waldbrandopfer sammeln.
Vier Jahre Haft für "Zündler"
Wegen der Verursachung von zwei früheren Waldbränden in Kalifornien muss ein Obdachloser für fast vier Jahre ins Gefängnis. Ein Gericht in Los Angeles verurteilte den Mann amzudem zu einer Geldstrafe von gut 101 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro).
Der 50-Jährige wurde bereits im Februar für schuldig befunden, in den Jahren 2002 und 2006 im nationalen Forstgebiet Los Padres Feuer gelegt zu haben. Dabei wurden insgesamt rund 1.000 Quadratkilometer Land vernichtet - zwei Drittel davon beim Brand von 2006. Dieses Feuer wütete mehr als einen Monat lang und verschlang 78 Millionen Dollar, um es unter Kontrolle zu bekommen. 18 Menschen wurden verletzt und elf Gebäude zerstört.
(apa/red)
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