Deutsche stehen auf Österreich: Größte Einwanderungsgruppe vor Serben und Polen
- Mehr als die Hälfte der Einwanderer direkt aus EU
- Im Gesamt-EU-Schnitt Polen und Rumänen vorne

·Migration: Meiste Zuwanderung aus EU
Bericht: Österreich ist klares Einwanderungsland
Mehr als die Hälfte der ausländischen Einwanderer, die sich in Österreich niederlassen, kommt aus der EU. Wie aus einer Statistik von Eurostat hervorgeht, stellten nach den aktuellsten vorliegenden Daten von 2006 Bürger aus Deutschland mit 19 Prozent die stärkste Einwanderungsgruppe in Österreich. Zweit- und drittstärkste Zuwanderergruppen sind demnach Bürger aus dem zu dieser Zeit noch als gemeinsamer Staat bestehenden Serbien-Montenegro (neun Prozent) und aus Polen (sieben Prozent).
2006 verzeichnete Österreich insgesamt 85.400 ausländische Einwanderer, davon kamen 53 Prozent aus EU-Staaten und 47 Prozent von außerhalb der Europäischen Union. In der gesamten EU lag der Anteil von zugewanderten Nicht-EU-Bürgern mit 60 Prozent deutlich höher. Insgesamt ließen sich in der EU rund drei Millionen ausländische Einwanderer nieder. Als solcher gilt laut Eurostat, wer sich mindestens für ein Jahr in einem anderen Land aufhält und nicht dessen Staatsbürgerschaft annimmt. Das EU-Statistikamt stützt sich in seinem Bericht auf nationale Daten.
In Gesamt-EU sind Polen top
Die größten ausländischen Einwanderergruppen in der gesamten EU waren Bürger aus Polen (290.000 Personen), Rumänien (rund 230.000) und Marokkaner (rund 140 000). Die höchste Zahl ausländischer Einwanderer wurde 2006 in Spanien (803.000), Deutschland (558.500) und in Großbritannien (451.700) registriert.
Die höchste Einwanderungsquote pro Kopf verzeichnet Luxemburg, wo auf tausend Einwohner 28,8 ausländische Einwanderer kommen. Dahinter folgen Irland (19,6), Zypern (18,7), Spanien (18,1) und Österreich (10,3). In Polen, Rumänien, Litauen und Lettland kommt auf tausend Einwohner nur ein Einwanderer oder weniger. Den höchsten Anteil von Zuwanderern aus Nicht-EU-Staaten verzeichneten Slowenien, Rumänien, Portugal und Tschechien. Dagegen waren außer in Österreich auch in Luxemburg, Irland, Deutschland, Ungarn, der Slowakei und Belgien Einwanderer aus anderen EU-Staaten in der Mehrheit.
Einige Länder verzeichnen eine starke Konzentration von Einwanderern aus einem bestimmten Land. So stammten 56 Prozent der ausländischen Einwanderer nach Rumänien aus Moldawien. In Tschechien stellten Ukrainer mit 46 Prozent die größte Gruppe, in Slowenien Bürger aus Bosnien-Herzegowina mit 43 Prozent. (apa/red)
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