Mittwoch, 12. November 2008

Es lebe die Liebe: Deutsches Fräuleinwunder Annett Louisan ist keine Pop-Lolita mehr

  • Sängerin im Talk: "Die Liebe ist der Antrieb für Alles"

Mit dem Lolita-Image kokettieren, das war einmal. Blondes Fräuleinwunder der deutschen Popmusik ist Annett Louisan lang nicht mehr. Sondern eine erwachsene, ernsthafte Künstlerin: optisch, persönlich, inhaltlich. Ihr neues Album heißt "Teilzeithippie" und betrachtet die Liebe mit Ironie. Auch "die Demütigungen des Erwachsenenlebens" gelte es zu akzeptieren, sagt sie im NEWS-Interview und lacht dazu. Geblieben ist das Thema: die Sehnsucht nach Liebe.

Man hat das Gefühl, Annett Louisan habe zu einer bisher ungekannten Lockerheit gefunden. Dem Publikum gewährt sie tiefe Blicke in die Seele, offene Bekenntnisse werden getätigt. "Meine Musik ist immer eine Mischung aus Fantasie und Persönlichem, ich brauche aber auch die Inszenierung und die Rolle – das reizt mich. Ich bin in meinen Texten sehr intim. Da ist vieles, was ich nicht erklären möchte, das steht für sich. Am Ende mache ich es aber doch, um die Leute zu unterhalten und zu berühren. Das Publikum hat zu den Liedern sein eigenes Kopfkino, denkt an die eigene Liebe und nicht an meine. Diesen Raum für die Fantasie möchte ich einhalten."

Die Worte wählt sie mit Bedacht, weiß auch mit ihren Images zu spielen. Probleme mit ihrer bekanntesten Rolle, jener der deutschen Pop-Lolita? Keine. "Das Spiel" war immerhin der erste, entscheidende Schritt zur Karriere. "Ich will doch nur spielen", versicherte sie kindfräulich und wird am Resultat nach wie vor gemessen. "Das Lied war einfach eine Bombe, und auf die bin ich stolz. Ich will mich auch nicht gegen die Lolita wehren, diesen Hut setzen einem sowieso die anderen auf. Das ist einfach eine Geschichte, die zu mir gehört. Aber kein Künstler möchte sich gern auf eine Rolle festlegen lassen. Das wäre zu langweilig und würde einen auch nicht fordern."

Die gesamte Story zur neuen Annett Louisan finden Sie im aktuellen NEWS 46/08!

12.11.2008 16:36