27 Werkschließungen bei Wienerberger: Baustoff-Konzern leidet unter Finanzkrise
- 1.400 Mitarbeiter sind von Schließungen betroffen
- Reithofer: "Liquidität hat jetzt oberste Priorität"

Der börsenotierte Baustoffkonzern Wienerberger leidet an Finanzkrise und Konjunktureinbruch. Wienerberger tritt bei Wachstumprojekten scharf auf die Bremse und machte bis zum Jahresende insgesamt 27 seiner weltweit mehr als 200 Fabriken zu.
Insgesamt spricht die Wienerberger von einem "schlechter werdenden wirtschaftlichen Umfeld". Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) ist im dritten Quartal um rund 23 Prozent auf 129,1 (167,5) Mio. Euro gesunken, berichtete das Unternehmen. Der Gruppenumsatz ist dritten Quartal überhaupt nicht mehr gewachsen und beläuft sich auf 663,2 (662,0) Mio. Euro.
Rasche Adaptierung an Marktgegebenheiten
Wienerberger verspricht die "möglichst rasche Adaptierung der Fixkosten an die Markt- und Absatzgegebenheiten". Von den Schließungen waren 1.400 Mitarbeiter des Konzerns betroffen. "Weiters sind im Sinne eines aktiven Working Capital Managements umfangreiche Werksstillstände in der Winterperiode geplant."
Projekte eingefroren
Für 2009 sind nur mehr 100 Mio. Euro für bereits begonnene Wachstumsprojekte und 80 Mio. Euro an laufenden Investitionen vorgesehen, kündigt Wienerberger an. In den vergangenen Jahren waren jeweils rund etwa 250 Mio. Euro nur für Wachstumsprojekte reserviert.
"Liquidität hat in diesen unsicheren Zeiten oberste Priorität", erklärt Wienerberger-Vorstandschef Wolfgang Reithofer in einem Statement. Aufgrund der aktuellen Liquiditätslage sei der Wienerberger-Refinanzierungsbedarf bis Ende 2010 von ca. 475 Mio. Euro bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt gesichert. (apa/red)

