Mittwoch, 12. November 2008

Maßnahmenpaket für Eigenheimbesitzer:
USA bietet neue Hypothekenverträge an

  • Jeder Zehnte kann seine Kredite nicht mehr bezahlen
  • Geplanten Maßnahmen treten am 15. 12. in Kraft

Den von der Immobilienkrise geschädigten Eigenheimbesitzern in den USA soll mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket geholfen werden. Für tausende Hypotheken, die bei den inzwischen verstaatlichten bankrotten Finanzinstituten Fannie Mae und Freddie Mac aufgenommen wurden, sollen binnen kürzester Zeit neue Konditionen ausgehandelt werden, wie die Regierung in Washington am Dienstag bekanntgab.

Damit soll für Hausbesitzer die Gefahr gebannt werden, ihre Immobilie zu verlieren. Den Betroffenen würden neue langfristige Hypothekenverträge angeboten, erklärte Neel Kashkari, Unterstaatssekretär im US-Finanzministerium. Die geplanten Maßnahmen sollen demnach am 15. Dezember in Kraft treten.

Hilfen sind vorgesehen für alle Schuldner, die mit ihren Abzahlungen mindestens drei Monate im Rückstand sind und deren Hypothek mehr als 90 Prozent des Wertes ihrer Immobilie ausmacht. Für solche Darlehen ist unter anderem eine Zinssenkung vorgesehen. Infolge der jüngsten Finanzkrise sind mehr als vier Millionen US-Bürger, knapp ein Zehntel der Kreditnehmer für Hypotheken, mit ihren Abzahlungen in Verzug geraten oder stehen kurz davor. (apa/red)

12.11.2008 07:41