VIG-Chef Geyer übt Kritik am AUA-Verkauf: Man braucht mehr als nur einen Anbieter
- Die Lufthansa als einziger Interessent ist zu wenig
- ÖIAG-Privatisierungsausschuss verfasst Statusbericht
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·Air France wieder
im Rennen um die AUA
Zuckerl: Übernahme der
Schulden durch Staat
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Insolvenz der AUA
Wahrscheinlichkeit wird mit 20 Prozent angegeben
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FORMAT: Bis Dezember muss der Deal stehen
·Ich werde nicht die Flucht ergreifen
ÖIAG-Chef Michaelis im FORMAT-Interview
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Staatliche Übernahme von AUA-Schulden heikel

Erneut harsche Kritik am AUA-Verkaufsprozess hat VIG-Chef Günter Geyer geübt, dessen Versicherungskonzern mit 1,4 Prozent an den Austrian Airlines beteiligt ist. Man dürfe es nicht so weit kommen lassen, dass man nur mehr einem Anbieter - der deutschen Lufthansa - gegenüberstehe "und die Trümpfe zu Geschenken umformuliert werden müssen", so Geyer.
Man müsse "schauen, dass man zumindest ein As in der Tasche hat", so der VIG-Chef. Das Lufthansa-Angebot an die ÖIAG über einen Cent pro AUA-Aktie sowie maximal 4 Euro je Aktie für die Kleinaktionäre und einen massiven Schuldennachlass hatte der Generaldirektor der Vienna Insurance Group (VIG) bereits vor zwei Wochen im "Standard" als "aus österreichischer Sicht unattraktiv" bezeichnet. Die Standortsicherung bleibe völlig ungelöst. Zu klären sei, dass es die Geldhilfe "nur einmal" gebe "und die AUA kein Fass ohne Boden wird".
In der ersten Runde Ende Oktober ist der AUA-Verkauf ja vorläufig gescheitert. Der letzte verbliebene verbindliche Bieter, die Lufthansa, deren Angebot nur bis 3. Dezember gilt, hat Bedingungen gestellt, wodurch die Regierung zur Reparatur des Verkaufsprocederes (bis zu 500 Mio. Euro Schuldenübernahme/Zuschuss) gezwungen war. Donnerstag dieser Woche tritt der ÖIAG-Privatisierungsausschuss das nächste Mal zusammen. Da soll es einen Statusbericht und weiterführende Empfehlungen an den Aufsichtsrat geben.
ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis meinte im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio, nach dieser "nächsten Gesprächs- und Entscheidungsrunde" hoffe er Näheres zum AUA-Verkaufsprozess sagen zu können. Er sei aber "zuversichtlich, dass wir am Ende des Tages eine konstruktive Lösung haben werden", so Michaelis.
(apa/red)

