Dienstag, 11. November 2008

Obama ist nicht beim Weltfinanzgipfel dabei: 'Es gibt immer nur einen Präsidenten'

  • Bleibt dem Protokoll entsprechend dem Treffen fern
  • Forderte von Bush rasche Hilfen für US-Autobauer

Der designierte US-Präsident Barack Obama wird nicht am Weltfinanzgipfel teilnehmen, der in Washington stattfindet. Obamas Sprecher Robin Gibbs trat Spekulationen entgegen, Obama könne das Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) dazu nutzen, Kontakt mit seinen künftigen Verhandlungspartnern aufzunehmen.

Dem Protokoll entsprechend werde Obama dem Treffen fernbleiben, lediglich einige seiner Berater könnten sich dort einfinden. "Ein Satz, den sie bis zum 20. Jänner noch sehr oft hören werden: Es gibt immer nur einen Präsidenten", sagte Gibbs während des Rückflugs von Obama nach Chicago.

Barack Obama hat vom scheidenden US-Präsidenten George W. Bush rasche Hilfen für die kriselnden US-Autohersteller gefordert. Bei einem Treffen im Weißen Haus habe sich Bush grundsätzlich offen für Hilfen sowie ein umfassendes Konjunkturprogramm gezeigt, berichtete die "New York Times". Im Gegenzug habe Bush von Obama und den Demokraten im Kongress gefordert, ihren Widerstand gegen ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien aufzugeben.

Erster Besuch im Weißen Haus
Zuvor hatte Obama zusammen mit seiner Frau Michelle zum ersten Mal seinen künftigen Arbeitsplatz, das Weiße Haus in Washington, inspiziert und dem amtierenden Präsidenten George W. Bush und seiner Frau Laura einen Besuch abgestattet.

(apa/red)

11.11.2008 09:32