Luft für Schuster wird immer dünner: Real verliert nun auch noch gegen Valladolid 0:1
- Tage des Coach nach erneuter Pleite sind angezählt
- Vereinsführung dementiert: "Nicht akut in Gefahr"
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und Co erfordert Ersatz

Die Luft für Bernd Schuster als Trainer von Real Madrid wird immer dünner. Die "Königlichen" kassierten nur vier Tage nach dem peinlichen Cup-Aus gegen den Drittligisten Real Union Irun am Samstagabend in der spanischen Fußball-Primera-Division eine 0:1-Niederlage bei Real Valladolid. Den entscheidenden Treffer erzielte Nestor Canobbio aus Uruguay in der 48. Minute.
Der Titelverteidiger verpasste es durch die Pleite auch, Erzrivale FC Barcelona zumindest für 24 Stunden an der Tabellenspitze abzulösen. Zudem sah Gabriel Heinze zwei Minuten vor Schluss innerhalb weniger Augenblicke zweimal Gelb und flog vom Feld. Die Schuster-Schützlinge zeigten gegen die Mannschaft, die vor einer Woche noch mit 0:6 bei Barca untergegangen war, eine völlig enttäuschende Leistung. Sie wirkten zerfahren und konzeptlos, nicht einmal Nationalkeeper Iker Casillas oder Star-Verteidiger Fabio Cannavaro konnten der völlig verunsichert wirkenden Mannschaft Halt geben, Rafael van der Vaart wurde von Schuster nach 62 Minuten ausgewechselt.
Echte Torchancen der Gäste blieben vor den Augen der Real-Präsidiumsmitglieder lange Zeit Mangelware. Stattdessen kamen die Hausherren, die als Tabellen-16. in die Partie gestartet waren, immer wieder gefährlich vor das Casillas-Gehäuse. So wie beim Treffer, als Canobbio Maß nahm und sich drei Real-Spieler vergeblich in die Schussbahn warfen. Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Madrilen etwas auf, ein Tor brachten Raul und Co. aber nicht zustande. Der Kapitän vergab die beste Chance vier Minuten vor Schluss.
Die spanische Sportpresse hatte die Partie vorher bereits zu einer Schicksalspartie für Schuster erklärt. Die Vereinsführung hatte unterdessen nach einer Krisensitzung Mitte der Woche verlauten lassen, Schusters Posten sei "nicht akut in Gefahr". Aber eine Arbeitsplatzgarantie wollte sie für den Trainer nicht abgeben. Nach dem Auftritt seiner Mannschaft in Valladolid dürfte Schuster aber wohl kaum noch als Coach zu halten sein. Den Abpfiff nahm Schuster mit versteinerter Miene hin. (apa/red)
