Sturm spekuliert gegen Ried nicht mit dem Herbstmeistertitel: "Schauen nur auf uns"
- Franco Foda stapelt nach sechs Siegen in Serie tief
- Gludovatz: "Wollen Leistung vs. Salzburg bestätigen"

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Herbstmeistertitel gegen Kärnten in Griffweite
Sie sind die Teams der Stunde - allen voran Sturm Graz. Sechs Spiele in Folge haben die Steirer in der Bundesliga gewonnen und sich damit zum ersten Verfolger von Tabellenführer und Titelfavorit Red Bull Salzburg aufgeschwungen. Heute (18 Uhr LIVE auf news.at) empfängt Sturm die SV Ried, die ihrerseits in den vergangenen zehn Runden nur eine Niederlage kassiert hat und auch Salzburg zuletzt ein 2:2 abgetrotzt hat.
Das Wort "Salzburg-Jäger" hört Sturm-Coach Franco Foda allerdings gar nicht gerne. "Wir schauen nur auf uns, nicht auf Salzburg", betonte der Deutsche. "Zwischen den beiden Clubs liegen Welten. Sie haben das zehnfache Budget von uns, das sagt doch alles." In der Tabelle trennen die beiden Teams nach 17 Runden allerdings nur zwei Punkte und drei Tore. Theoretisch könnten die Grazer den Salzburgern sogar den Herbstmeistertitel noch abjagen.
Foda erwartet schweres Spiel
Mit der Halbzeit-Krone spekuliert Foda ohnehin nicht. "Wir wollen probieren, das Spiel zu gewinnen. Das wird schwer genug, denn Ried ist im Moment sehr gut unterwegs", erklärte der Sturm-Trainer. Tatsächlich sind die Rieder vier Spiele ungeschlagen, haben auswärts aber nur eines ihrer vergangenen 22 Spiele gewonnen. In Graz dürfte Paul Gludovatz erneut auf ein defensiv ausgerichtetes System mit drei Dreierketten und Solospitze Nacho setzen.
"Eine erfolgreiche Mannschaft reißt man nicht so leicht auseinander", erklärte Gludovatz. "Im Moment fehlen mir auch die Alternativen." Neben Ewald Brenner sind auch Hamdi Salihi und Pawel Strak verletzt. "Dafür haben wir ein psychisches Hoch. Wenn wir dieses Hoch in Graz auch in ein physisches umwandeln, dann bin ich zufrieden", sagte der Erfolgstrainer. "Wir wollen die Leistung gegen Salzburg bestätigen und uns auf hohem Niveau stabilisieren."
Für Gludovatz Favoritenrolle klar verteilt
Die Favoritenrolle sieht Gludovatz ganz klar bei den Grazern. Das erste Saisonduell haben die Rieder zwar zu Hause 4:1 gewonnen, dabei laut ihrem Trainer aber "ganz schlecht ausgesehen". Zudem ist Sturm zu Hause noch ungeschlagen, hat inklusive der vergangenen Saison zehn Spiele in der UPC-Arena nicht verloren - Torverhältnis 26:4. Auswärtssieg haben die Rieder in dieser Saison auch erst einen eingefahren - 1:0 gegen Schlusslicht Altach.
"Die Rieder werden wieder auf Konter spielen. Da müssen wir aufpassen", betonte Sturm-Coach Foda, der auf den gesperrten Ferdinand Feldhofer verzichten muss. Anstelle des Abwehrchefs kommt Fabian Lamotte in die Mannschaft, George Schaschiaschwili rückt in die Innenverteidigung. In der Offensive setzt Foda neben dem Sturmduo Haas/Muratovic auf die Flügelzange Andreas Hölzl und Marko Stankovic, der sich ebenfalls noch Hoffnungen auf eine Einberufung ins Nationalteam macht.
(apa/red)
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