Wenn nur ein Sieg zählt: Drei Punkte täten SV Mattersburg als auch Austria Wien gut
- Burgenländer kämpfen gegen Klub-Negativrekord
- Lederer: "Sind absoluter Außenseiter, Gäste Favorit"

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Nachzügler SV Mattersburg benötigt einen Erfolg wie einen Bissen Brot, Gegner Austria Wien täte ein Dreier ebenfalls gut, um den Anschluss zum Spitzentrio nicht zu verlieren. Im Duell der Burgenländer mit den Violetten geht es heute (18 Uhr LIVE auf news.at) um viel, wobei die Hausherren auch gegen einen neuen Negativrekord ihrer Geschichte kämpfen.
Sie haben am Mittwoch mit dem 1:2 in Kapfenberg ihre "Bestmarke" von zehn sieglosen Ligapartien in Serie aus der Saison 2003/04 egalisiert. "Meine Spieler haben es selbst in der Hand, die Serie zu beenden", sagte SVM-Trainer Franz Lederer, dessen Truppe zuletzt vor den sieben Niederlagen und drei Remis am 23. August daheim gegen den Kapfenberger SV gewonnen haben.
Lederer war in der Obersteiermark nach einer verschlafenen ersten Hälfte mit der Darbietung in den zweiten 45 Minuten zufrieden. "Da waren wir aggressiv und haben nach vorne gespielt. Gegen Austria müssen wir uns von der ersten Minute weg so präsentieren, wie wir uns nach der Pause in Kapfenberg gezeigt haben", forderte Lederer, der Einsatz, Leidenschaft und Herz sehen möchte.
"Überhaupt nichts zu verlieren"
Nachdem die Steirer im direkten Duell mit den achtplatzierten Burgenländern bereits nach Punkten gleich gezogen haben, hofft Lederer, dass seine Schützlinge ihre Abschlussschwäche ablegen. Dem kommenden Gegner schiebt er die Favoritenrolle zu. "In dieser Partie haben wir als Außenseiter überhaupt nichts zu verlieren, können locker spielen."
Die Ausgangsposition sei so ähnlich wie im Mai 2004. "Da haben wir daheim 4:1 gewonnen und die Austria damit aus dem Titelrennen eliminiert, während wir mit den drei Punkten den Klassenerhalt endgültig gesicherten haben", erinnerte sich Lederer, der diesmal mit dem Einsatz von Carsten Jancker, den in Kapfenberg Probleme im Oberschenkel zum Zuschauen verurteilt hatten, rechnet.
Daxbacker kann mit Favoritenrolle leben
Lederers Kollege kann mit der Favoritenrolle leben. "Aufgrund der langen Negativserie sind wir leichter Favorit", meinte Karl Daxbacher. Der Austria-Feldherr warnte aber vor den angeschlagenen Mattersburgern. "Sie werden sich aufs Neue einschwören, treten zu Hause immer stark auf, gegen sie zu spielen, ist immer eine heiße Sache, eine schwierige Aufgabe." Er forderte seine Schützlinge auf, mit der gleichen Einstellung und dem gleichen Auftreten wie im Derby zu Werke zu gehen. Das sei auch notwendig, um dort Erfolg zu haben.
Da Daxbacher die Burgenländer mit einem 3-5-2-System erwartet, wird er seine Taktik auf den Gegners ausrichten. Er kündigte an, etwas offensiver aufstellen zu wollen. Daher dürfte er sich auch nicht an die Devise vom "never change a winning team" halten. Der bisher jüngste Erfolg der Mattersburger gegen die Veilchen datiert vom 14. April 2007, als es vor 15.200 Zuschauern im Pappelstadion ein 3:1 gab.
(apa/red)
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