Austria sieht Rapid als Derby-Favoriten:
"Veilchen" brauchen den Befreiungsschlag
- Daxbacher muss auch bei Pleite nicht um Job fürchten
- Parits verlangt Wiedergutmachung und Versöhnung

·Pacult, Derbys und die "eigenen Gesetze"
Rapid-Coach vor Spiel
vs. Austria: "Kein Favorit"
·Wiener Derby wartet
mit viel Brisanz auf
Angst vor Krawallen bei Spiel Austria gegen Rapid
·Rapid seit 3 Jahren ohne Sieg bei Austria
Auch Veilchen kämpfen um Ende von Negativserie
·Statistiken vor dem 294. Wiener Derby
Rapid gegen Austria in Gesamtbilanz in Führung
Das 287. Wiener Derby hat für den FK Austria einen besonderen Stellenwert. Vor dem ewig jungen Schlagerspiel (20.30 Uhr LIVE auf news.at) gegen Rapid stellt sich für die Violetten die Frage: Gelingt nach drei Niederlagen in Serie der Befreiungsschlag oder wird die Negativserie fortgesetzt? Eines ist schon vorher sicher: Trainer Karl Daxbacher wird nicht zur Disposition stehen.
Das versicherte der für sportliche Belange zuständige AG-Vorstand Thomas Parits auf einer Pressekonferenz. "In den vergangenen drei Spielen hatten wir Probleme, das war nicht die Austria, wie man sie kennt. Nun haben wir die Chance, einiges gut zu machen und die Fans zu versöhnen", sagte der Burgenländer vor dem sehr wichtigen Spiel. Ein Blick auf die Tabelle genüge, da brauche man nicht viele Worte verlieren.
Mit einem Derby-Sieg, dem ersten seit 4. März 2007 (2:1 in Favoriten) oder sechs Treffen, würde man bis auf zwei Punkte an den Lokalrivalen und ersten Verfolger von Titelfavorit Red Bull Salzburg herankommen. "Wir müssen uns 90 Minuten zerreißen. Ich will eine aggressive Elf sehen und die Fans nicht mehr zu unseren Spielern singen hören: Wir wollen euch kämpfen sehen", appellierte Parits an die schwächelnde Truppe, die zuletzt 3:11 Tore eingefahren hat.
Daxbacher packt Spieler bei der Ehre
Kapitän Jocelyn Blanchard versucht ebenfalls, seine Kollegen wachzurütteln. "Gegen Rapid muss man nichts sagen, wer da nicht motiviert ist, ist es in seiner ganzen Karriere nicht", meinte der Franzose. Für Karl Daxbacher, dessen Schützlinge seit Ende Oktober vom ersten auf den vierten Tabellenrang zurückgefallen sind und nun schon acht Zähler Rückstand auf die Salzburger aufweisen, geht es diesmal um mehr als nur die drei Punkte. "Für jeden unserer Fans, der Woche für Woche kommen, gibt es keine größere Schmach, wenn man verliert, stürzt eine Welt für ihn ein," packt der Austria-Coach seine Spieler bei der Ehre. Das müsse jedem bewusst sein.
Daxbacher verlangt von seinen Derby-Kämpfern vor der schwierigen Aufgabe 100 Prozent Einsatz. "Jeder muss den Fans zeigen, dass er alles gibt, um zu gewinnen. Jeder muss Herz und Leidenschaft einbringen. Wir sind Außenseiter, nicht so in Form. Doch man hat immer eine Chance auf den Sieg, und die muss genützt werden", versucht er seine Mannschaft aufzustacheln. Die zuletzt in Salzburg begangenen Fehler (1:5) wurden anhand von einer 45-minütigen DVD eingehend analysiert.
Die Patzer - und davon gab es viele - müssen vermieden werden. "Wir haben derzeit eine schwache Phase. Man darf aber nicht gleich alles infrage stellen, auch wenn wir vorher sicher etwas über unserem Level gespielt haben", meinte Daxbacher über Schiemer und Co., die vor der schwarzen Serie sehr wenige Tore erhalten hatten. Aufgrund der derzeitigen Situation gehe diesmal Rapid als Favorit ins Derby. "Die Rapidler sind so gut, haben momentan keine Schwächen. Sie sind nicht nur durch ihre Stürmer, die von der ganzen Mannschaft gut in Szene gebracht werden, stark", sagt Daxbacher.
FK Austria Wien - SK Rapid Wien
Heute, Horr-Stadion, Schiedsrichter Bernhard Brugger
Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic - Krammer/Sulimani, Dragovic, Blachard, Acimovic - Okotie, Bazina
Ersatz: Almer - Troyansky, Suttner, Sulimani, Madl, Metz, Netzer, Topic
Es fehlen: Hattenberger, Sun (beide verletzt), Diabang (körperliche Probleme/im Amateur-Kader)
Rapid: Lukse - Dober, Tokic, Patocka, Palla/Ketelaer - Hofmann, Boskovic, Heikkinen, Drazan - Jelavic, Maierhofer
Ersatz: Hedl - Eder, Martin Hiden, Kulovits, Harding, Kavlak, Hoffer
Es fehlen: Payer, Gartler (beide rekonvaleszent), G. Koch, Thonhofer, Katzer (alle verletzt)
(apa/red)
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