Mittwoch, 12. November 2008

Slalom-Saisonstart in Levi: Vorarlberger
Bechter bekommt den letzten Startplatz

  • Angeschlagene Herbst und Schönfelder am Start
  • Damen-Slalom am Samstag, Herren am Sonntag

Patrick Bechter hat sich den letzten freien Startplatz im ÖSV-Herren-Team für den Weltcup-Slalom am Sonntag in Levi/Finnland gesichert. Nach Zeitläufen auf dem Mölltaler Gletscher entschieden die ÖSV-Trainer zugunsten des 26-jährigen Vorarlbergers. Nicht zum Zug kommen dadurch u.a. Philipp Schörghofer, Romed Baumann oder Andreas Omminger.

Die bereits davor nominiert gewesenen acht Levi-Fixstarter waren Reinfried Herbst, Rainer Schönfelder, Mario Matt, Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Manfred Pranger, Alexander Koll und Wolfgang Hörl. Von den beiden ÖSV-Sorgenkindern Herbst und Schönfelder gab es gute Nachrichten vom Mölltaler Gletscher, die beiden lädierten Athleten sind wieder voll ins Training eingestiegen und treten nach jetzigem Stand in Levi an.

Herbst positiv überrascht
Herbst stieg nach seiner vor knapp vier Wochen erlittenen Stauchung der Bandscheiben und Wirbelsäule erstmals auf die Skier und zeigte sich danach positiv überrascht. "In vier Zeitläufen war ich dreimal Schnellster und einmal Zweiter", berichtete Herbst von der wahrlich beeindruckenden Ausbeute. Die dabei gezeigte Konstanz verwunderte auch den Salzburger. "Vor allem deshalb, weil ich einen Sturz vermeiden wollte und das letzte Risiko nicht eingehen wollte."

Herbst muss Zähne zusammenbeißen
Für den Olympia-Zweiten 2006 ist klar, dass er die Zähne zusammenbeißen muss. "Natürlich habe ich Schmerzen und bekomme auch Schmerzmittel. Aber ich bin kein Schachspieler, sondern Skifahrer. Und kämpfen gehört zu diesem Sport", merkte Herbst, ohne Schachspieler beleidigen zu wollen, an.

Auch Schönfelder startet trotz Schmerzen
Noch weitaus größere Schmerzen hat Schönfelder, der sich in Sölden am Schienbein verletzt hatte. Aber wie Herbst wird auch der Kärntner nach derzeitigem Stand in Levi an den Start gehen. "Ich habe jetzt so viel investiert, um es in Levi zu probieren, wir haben einen Spezialschuh gebaut, der möglichst viel Druck von meiner Schwellung nimmt, ich hab so die Zähne zusammengebissen, um wenigstens auf ein paar Slalomfahrten zu kommen. Jetzt einfach zu sagen, nein Leute, ich fahr dieses Rennen nicht, das bringe ich nicht. Also fahre ich", erklärte Schönfelder, für den Slalomfahren derzeit aber nur "eine schmerzhafte Tortur" ist.
(apa/red)

12.11.2008 13:01