Clinton als neue Chefin für Foreign Affairs? Hinweise auf ihre Ernennung verdichten sich
- Einstige Obama-Rivalin dementierte Gerüchte nicht
- Obama: Unzufriedenheit mit anderen Kandidaten

·Obama nominiert Übergangskandidaten
Auch Ex-Außenminister Christopher leitet Team
·Ärmel aufkrempeln nach Wahl-Triumph
Große Aufgaben warten außen- und innenpolitisch
Die Hinweise auf einen Außenministerposten für die Ex-First-Lady Hillary Clinton verdichten sich. Wie CNN berichtete, fragte der künftige Präsident Obama die New Yorker Senatorin bei einem Treffen, ob sie für das Amt des Außenministers in seiner künftigen Regierung zur Verfügung stehe. Über ihre Antwort wurde zunächst nichts bekannt.
Spekulationen über einen Außenministerposten für die einstige Rivalin Obamas im Vorwahlkampf waren bereits am 13. November aufgetaucht. Auftrieb erhielten sie später durch erste Berichte, nach denen Obama sich mit Clinton in Chicago zu einem persönlichen Gespräch getroffen hat.
Kein Dementi
Mit Aufmerksamkeit wurde außerdem notiert, dass Clinton selbst die Berichte über eine mögliche Nachfolge von Außenministerin Rice nicht dementierte. Zum Auftakt einer Rede in New York ging sie auf das Thema ein, sagte aber lediglich: "Ich werde nicht über die künftige Regierung des gewählten Präsidenten spekulieren." Wer Fragen habe, müsse sich an das Obama-Team wenden. Die Internetzeitung "Huffington Post" berichtete, Clinton habe das Außenministeramt von Obama angeboten bekommen und sich Bedenkzeit erbeten.
Weitere Anwärter
Als mögliche Anwärter auf den Außenministerposten sind bisher vorrangig der ehemalige Präsidentschaftskandidat John Kerry und der Gouverneur des Bundesstaats New Mexico, Bill Richardson, genannt worden. Mit Richardson traf Obama nach Angaben aus Parteikreisen am Freitag zu einem Gespräch zusammen. Als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen unter Präsident Bill Clinton (1993-2001) verfügt Richardson über außenpolitische Erfahrung. Inhaltlich steht Obama Richardson näher als Clinton. Während der Ex-UNO-Botschafter als "Taube" gilt und unter anderem Vorkämpfer der Dialogpolitik mit Nordkorea war, vertritt Clinton in außenpolitischen Fragen eine härtere Linie als Obama.
(apa/red)
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