Obama für Beilegung des Taliban-Konflikts: Einbindung des Iran in regionale Strategie
- Hamas führt Gespräche mit Beratern des Präsidenten
- Bisher gibt es dazu keine Bestätigung von US-Seite

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Der gewählte US-Präsident Obama befürwortet zur Beilegung des Konflikts in Afghanistan Gespräche mit den radikalislamischen Taliban. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf Obamas Berater, Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban würden von der US-Führung unterstützt. Außerdem wolle Obama den Iran in eine regionale Strategie für Afghanistan einbinden.
Sowohl die USA als auch der Iran wollten verhindern, dass extremistische Sunniten in Afghanistan an die Macht kommen, sagte ein US-Armeevertreter der "Washington Post". Der britische Premierminister Brown stellte mehr Soldaten für Afghanistan in Aussicht, wenn Obama dies wünsche. Die Last müsse allerdings unter den NATO-Partnern verteilt werden, sagte Brown am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London. Obama hatte im Wahlkampf angekündigt, die Truppen in Afghanistan zu verstärken. Großbritannien hat derzeit mehr als 8.000 Soldaten am Hindukusch stationiert und ist damit nach den USA zweitgrößter Truppensteller.
Auch die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas steht nach eigener Darstellung im Kontakt mit Beratern des künftigen US-Präsidenten Obama. Die Kontakte seien über das Internet hergestellt worden; vor den US-Wahlen habe es auch ein Treffen in Gaza gegeben, sagte der führende Hamas-Politiker Achmed Yussuf der arabischen Tageszeitung "Al-Hayat". Die Hamas sei gebeten worden, die Verbindung geheim zu halten, um Obama im Wahlkampf nicht zu schaden. Yussuf war für eine Stellungnahme am Dienstag nicht zu erreichen.
Unklar ist, mit welchen Obama-Beratern Hamas-Vertreter in Gaza gesprochen haben. Der Nahost-Experte Robert Malley hatte im Mai Kontakte zur Hamas eingeräumt. Ein Sprecher des Wahlkampfteams von Obama erklärte daraufhin, dass Malley keine formale Rolle im Wahlkampfteam spiele und auch keine Rolle in der Zukunft spielen werde.
(apa/red)
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