Montag, 17. November 2008

Flammeninferno ist endlich unter Kontrolle:
"Teufelswinde" sind jetzt abgeklungen

  • Mehr als 135 Quadratkilometer Land sind verbrannt
  • BILDER vom Kampf gegen meterhohe Feuerwände

Die gefürchteten "Teufelswinde" sind abgeklungen, doch die Menschen in den südkalifornischen Brandgebieten können noch nicht aufatmen. Tausende Feuerwehrleute kämpften auch am Montag noch gegen die Flammen östlich von Los Angeles im Bezirk Orange County. "Im ganzen sieht es dank der abflauenden Winde jetzt schon besser aus", schätzte Ray Chaney von der Feuerwehr die Lage ein.

Allerdings lägen noch "viele Tage harter, harter Arbeit" vor ihnen. Montagvormittag (Ortszeit) waren die Brände nahe der Millionenmetropole fast zur Hälfte eingedämmt. Die Löschteams warnten aber, dass die Glut durch Windböen neu entfacht werden könnte. Die Ermittler vermuten, dass das Feuer bei Santa Barbara von Brandstiftern gelegt wurde.

Die erste Bilanz des viertägigen Flammeninfernos, das von den starken Santa-Ana-Winden rasend schnell ausgebreitet wurde: Rund 800 Häuser liegen in Schutt und Asche, mehr als 135 Quadratkilometer Land sind verbrannt. Tausende Menschen bangen um ihr Hab und Gut. In vier Bezirken hat der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger den Notstand ausgerufen.

Mit Genehmigung der Behörden sollten die Bewohner einer fast vollständig abgebrannten Wohnsiedlung in Sylmar noch am Montag (Ortszeit) in das Gebiet zurückkehren dürfen. In dem Trailerpark hatten die Flammen bei dieser neuen Serie von Buschfeuern am schlimmsten gewütet und mehr als 500 Wohncontainer vernichtet.

Die Ermittler vermuten, dass der Brand bei Santa Barbara "von Menschen verursacht wurde", sagte ein Behördensprecher dem US-Sender CNN. Dort lagen mehr als 200 Häuser in Schutt und Asche. Am Montag glichen viele Vororte der Millionenmetropole Los Angeles verlassenen Geisterstädten. Zehntausende Bewohner waren am Wochenende den Räumungsbefehlen von Feuerwehr und Polizei gefolgt.

(apa/red)

17.11.2008 19:58