Donnerstag, 13. November 2008

EU-Russland-Gipfel: Routine-Gespräche über neues Partnerschaftsabkommen

  • Georgien-Konflikt, Finanzkrise und Sicherheit
  • Auch Kurzstreckenraketen in Kaliningrad Thema

Drei Monate nach der russischen Militärintervention in Georgien kommen die EU-Spitzen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew heute in Nizza erstmals wieder zu einem routinemäßigen Gipfeltreffen zusammen. Von dem EU-Russland-Gipfel an der französischen Cote d'Azur soll ein konkretes Datum für die Fortsetzung der Gespräche über neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Russland ausgehen, dem Vernehmen nach können die Gespräche noch im November wieder starten.

Die EU will eine unabhängige Untersuchung über die Ursachen des Georgien-Konflikts auf den Weg bringen. Neben dem Georgien-Konflikt steht die Finanzkrise im Zentrum des Treffens. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Medwedew wollen unmittelbar nachher zum Weltfinanzgipfel der G-20 nach Washington aufbrechen. Ungeachtet seiner jüngsten Ankündigung zur Stationierung von Kursstreckenraketen in Kaliningrad als Antwort auf das geplante US-Raketenschild in Europa will der russische Präsident auch über eine neue Sicherheitsarchitektur für den Kontinent sprechen.
(apa/red)

13.11.2008 22:34