Vater folterte Tochter zu Tode: Saudi- arabisches Gericht verhängt Todesstrafe
- Auch Stiefmutter misshandelte das Kind schwer
- Mutter des Mädchens hatte Sorgerecht nicht erhalten
Ein Gericht in Saudi-Arabien hat einen Mann zum Tod durch das Schwert verurteilt, weil er seine neun Jahre alte Tochter mit Stöcken und einem heißen Bügeleisen zu Tode gefoltert hat. Die Stiefmutter der kleinen Ariedsch, die das Kind ebenfalls mit glühenden Löffeln und Gummischläuchen malträtierte, schickte das islamische Strafgericht der Stadt Dschidda für fünf Jahre ins Gefängnis.
Wie die Zeitung "Arab News" berichtete, hatten der Vater und seine zweite Ehefrau die Leiche des Mädchens, das im Sommer 2007 an den Folgen der Misshandlungen gestorben war, aus einem der oberen Stockwerke ihres Hauses geworfen, um ihren Tod wie Selbstmord aussehen zu lassen. Die Mutter des Mädchens, die nach der Scheidung nicht das Sorgerecht für Ariedsch erhalten hatte, trat in dem Prozess als Nebenklägerin auf.
Mehrere Fälle von Kindesmisshandlung durch geschiedene Väter haben in Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Im Jänner waren ein Mann und seine zweite Frau in Mekka öffentlich enthauptet worden, weil sie eine neun Jahre alte Tochter des Mannes aus erster Ehe gequält und ermordet hatten.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
