Suche nach neuen rot-schwarzen Köpfen: Geht Justiz an ÖVP und Gesundheit an SPÖ?
- Sozialministerium um Arbeitsagenden erweitert
- ÖVP-Ministerliste hängt an Parteichef-Ministerium

·Faymann hofft auf Koalitionsabschluss
SPÖ will von Standpunkt zur EU nicht abrücken
·Faymann will zuerst die Kassen sanieren
450 Millionen Euro für Krankenversicherung
Die neue Regierung dürfte schon in der kommenden, spätestens aber in der übernächsten Woche stehen. Umso intensiver wird bereits Personal für die Minister- und Staatssekretärsposten gesucht. Bei der SPÖ zeichnen sich im Gegensatz zu der ÖVP bereits die ersten Konturen ab. Neu im Kabinett könnten ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer und Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider auftauchen.
Klar ist, wer Kanzler wird, sollte die SPÖ ein Regierungsabkommen mit der ÖVP zusammenbringen. Parteichef Faymann wechselt vom Infrastrukturministerium auf den Ballhausplatz. Seinen Posten dürfte Bundesgeschäftsführerin Bures erhalten, freilich abgespeckt um die Forschungsagenden, die ins Wirtschaftsministerium wandern dürften.
Sozialministerium um Arbeitsagenden erweitert
Dafür wird das Sozialministerium wieder um die Arbeitsagenden erweitert. Wer dieses Prestigeressort erhält, ist noch nicht endgültig fix. Klar ist, dass der bisherige Ressortchef Buchinger die Koffer wird packen müssen. Für ihn kommt wieder ein Gewerkschafter zum Zug, aller Wahrscheinlichkeit nach ÖGB-Chef Hundstorfer persönlich.
Gesundheitsagenden an SPÖ
Auch die Gesundheitsagenden dürften diesmal der SPÖ zufallen. Betreuen würde sie der oberösterreichische Landeschef Erich Haider. Abschied nehmen muss im Gegenzug vermutlich Maria Berger, die mit der einflussreichen Bundesgeschäftsführerin Bures nicht im besten Einvernehmen steht. Das Justizministerium geht nach derzeitigem Stand an die ÖVP.
Unterrichtsministerium bleibt bei Schmied
Das Unterrichtsministerium wird weiter bei Claudia Schmied bleiben, die Faymann auch gerne im Finanzressort gesehen hätte, das aber die Volkspartei behalten dürfte. Noch unklar ist, wer neue Frauenministerin wird.
Vieles unklar bei ÖVP
Bei der ÖVP ist noch vieles unklar, weil sich Parteichef Pröll noch nicht auf ein Ministerium festgelegt hat, das er als Vizekanzler leiten möchte. Als Fixstarter gelten jedenfalls Wissenschaftsminister Hahn, Innenministerin Fekter und Staatssekretärin Christine Marek, die zu Minister-Ehren kommen könnte. Außerdem soll Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf entweder zum ÖVP-Klubobmann im Parlament aufsteigen oder ein Ministeramt übernehmen. Die genaue Ressortverteilung wird letztlich davon abhängen, welches Ressort Parteichef Pröll übernimmt.
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
