Schließung von Postämtern: Gemeindebund fordert Klarheit und erwägt sogar eine Klage
- Mödlhammer: Karten müssen auf Tisch gelegt werden
- Vermutet, dass "man Konzernbilanz verschönern"

·Österreich: Post will 400 Filialen schließen
Gewerkschaft kündigt bereits Widerstand an
Der Gemeindebund fordert angesichts der angeblich geplanten Schließung von 300 bis 400 Postämtern eine Klärung und erwägt auch eine Klage gegen die Post AG. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer erklärte, es sei Zeit, dass nun alle Karten offen auf den Tisch gelegt werden. "Wir wollen genau wissen, um welche Postämter es geht und wie die Schließungsabsicht begründet wird."
Vorgesehen und vereinbart sei nämlich, dass ein Postamt nur dann geschlossen werden dürfen, wenn es nicht mehr wirtschaftlich zu führen sei. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jedes einzelne dieser 400 Postämter unwirtschaftlich ist", so Mödlhammer.
Er vermute eher, "dass man die gesamte Konzernbilanz verschönern will." Diese Vorgehensweise entspreche nicht den geltenden Vereinbarungen. Der Gemeindebund werde die Bestimmungen der Universaldienstordnung in diesem Zusammenhang prüfen und ziehe "gegebenenfalls auch eine Klage gegen die Post AG in Betracht, wenn die vereinbarten Kriterien und Vorgehensweisen nicht eingehalten werden", so Mödlhammer. Der Gemeindebund-Präsident forderte auch Infrastrukturminister Faymann auf, "sich diesem Kahlschlag entgegenzustellen".
(apa/red)

