Freitag, 7. November 2008

Walt Disney bekommt Finanzkrise zu spüren: Schluss mit Lustig in den Vergnügungsparks

  • Filmstudios müssen mit Geldeinbußen fertig werden
  • Fernsehgeschäft als größte und profitabelste Sparte

Der Unterhaltungskonzern Walt Disney hat durch Dämpfer bei seinen Vergnügungsparks und Filmstudios im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Die weiteren Aussichten sind angesichts der Wirtschaftsflaute düster: Die Besucherzahlen in den Parks und die Buchungen für 2009 seien bereits rückläufig.

"Das Vertrauen der Verbraucher ist so schwach wie seit 30 Jahren nicht", sagt Disney-Chef Robert Iger. Disney werde dies 2009 zu spüren bekommen. Die Aktie ging im nachbörslichen Handel auf Talfahrt.

Der Überschuss fiel im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 13 Prozent auf 760 Millionen Dollar. Das Ergebnis belastete auch ein hoher Finanzverlust durch die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers. Den Umsatz steigerte der US-Konzern dagegen unter anderem dank seiner TV-Sparte um sechs Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar (7,4 Mrd Euro).

Fernsehgeschäft immer noch profitabel
Das Fernsehgeschäft - mit Sendern wie ABC und Disney der mit Abstand größte und profitabelste Konzernbereich - steigerte den Umsatz im Schlussquartal um vier Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn stagnierte bei 1,1 Milliarden Dollar.

In den Parks, der zweitgrößten Sparte, fiel der Gewinn auch wegen höherer Personal- und Energiekosten um vier Prozent auf 412 Millionen Dollar. Der Umsatz legte noch um sieben Prozent auf knapp 3,0 Milliarden zu. Mit den Filmstudios verdiente Disney wegen weniger Kassenschlagern und höheren Marketingausgaben sogar 42 Prozent weniger. (apa/red)

7.11.2008 08:05