Drohender Rezession den Kampf angesagt: Britische Notenbank senkt Leitzins um 3 %
- Bank Rate soll um 150 Basispunkte gekappt werden
- Höhe der Zinssenkung überraschte selbst Experten
·Vom großen Fiasko
bis zum Rettungsplan
Die Chronologie der Krise
auf den globalen Märkten

Die Bank von England (BoE) setzt den Kampf gegen die Rezession in Großbritannien mit einer massiven Zinssenkung fort. Der Leitzins - die sogenannte Bank Rate - werde um 150 Basispunkte auf drei Prozent gekappt, teilte die Notenbank in London mit.
An den Finanzmärkten war mit einem großen Schritt der britischen Währungshüter gerechnet worden. Die Höhe überraschte jedoch selbst Experten.
An den Devisenmärkten haben Pfund und Euro zeitweise mit deutlichen Abschlägen auf die überraschend starke Zinssenkung der Bank of England reagiert. Der Euro fiel von rund 1,29 US-Dollar abrupt auf ein neues Tagestief von 1,2811 Dollar. Das Pfund fiel von Niveaus bei 1,59 Dollar je Pfund kurzfristig auf 1,5725 Dollar, konnte sich bis dato aber wieder erholen.
Schweizer Nationalbank
Die Schweizer Nationalbank (SNB) senkt erneut den Leitzins. Das Zinszielband für den maßgeblichen Dreimonats-Libor wird um 0,5 Prozentpunkte zurückgenommen auf 1,5 bis 2,5 Prozent. Angestrebt wird die Mitte des Zielbands, also ein Satz von 2 Prozent. Die SNB erklärte in ihrer Mitteilung, die internationalen Konjunkturaussichten hätten sich deutlicher verschlechtert als erwartet. Das Schweizer Bruttoinlandsprodukt könnte 2009 schrumpfen, warnt die Notenbank.
(apa/red)

