Karlheinz Kopf will Stickler nicht beerben:
Politiker nimmt sich aus Nachfolger-Debatte
- Fußball und Politik für den ÖVP-Mann inkompatibel
- Kopf leitete 8 Jahre lang den Vorarlberger Verband

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Der als möglicher Nachfolger für den zurückgetretenen ÖFB-Präsident Friedrich Stickler genannte ÖVP-Politiker Karlheinz Kopf winkt ab. "Fußball begleitet mich mein ganzes Leben schon, als Aktiver und Funktionär, und wird immer eine Leidenschaft bleiben. Aber meine Lebensplanung für die nächsten Jahre ist auf die Politik ausgerichtet und ich glaube, dass diese beiden Punkte nicht kompatibel sind", sagte Kopf.
Die Position des ÖFB-Präsidenten sei eine zeitlich sehr anspruchsvolle mit zahlreichen internationalen Verpflichtungen geworden, betont Kopf. Er hält daher auch einen hauptamtlichen ÖFB-Präsidenten für möglich. Der Präsident müsste in diesem Fall nicht angestellt werden, sondern könnte nach Vorbild der Kammer-Präsidenten gewählt werden und eine Aufwandsentschädigung erhalten, schlägt Kopf vor.
Kopf leitete bis 2006 acht Jahre lang den Vorarlberger Fußballverband und war ÖFB-Vizepräsident. Von ÖVP-Chef Josef Pröll wurde Kopf politisch aufgewertet, er ist seit kurzem stellvertretender Klubobmann und ÖVP-Hauptverhandler in Wirtschaftsfragen. Sollte es zu einer Regierungsbeteiligung der ÖVP kommen, ist der Vorarlberger für höhere Weihen im Gespräch - zuletzt wurde etwa mit einem Wechsel in die Regierung oder mit dem Aufstieg des Nationalratsabgeordneten zum ÖVP-Klubobmann spekuliert.
(apa/red)
