Italien will seine Stadien modernisieren:
Regierung legt Projekt zur Finanzierung vor
- Spielstätten sollen vielfältige Freizeitzentren werden
- Neubau eines Stadions für Juventus Turin genehmigt

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Die Regierung Berlusconi hat vor, die großteils veralteten italienischen Fußball-Stadien zu modernisieren. 16 der 20 Erstliga-Spielstätten sind durchschnittlich 67 Jahre alt sind. Die italienische Regierungskoalition hat dem Parlament ein Gesetzesprojekt vorgelegt, mit dem die Gemeinden, die Verwaltung der Stadien an die Clubs abgeben können. Vereine, die Kredite für die Modernisierung oder den Bau neuer Strukturen aufnehmen, sollen Begünstigungen erhalten. Ziel Italiens ist es, die Kandidatur für die Austragung der EM 2016 einzureichen.
Der Bau neuer Stadien wird in Italien einen Umsatz von bis zu sechs Milliarden Euro generieren. "Neue Stadien sind in Italien dringend notwendig. Seit der WM 1990 in Italien wurden keine mehr gebaut. Die Strukturen sind veraltet", sagte der Vizepräsident des Italienischen Olympischen Komitees, Luca Pancalli.
Spielstätten als Freizeitzentren
Die vorhandenen italienischen Spielstätten sollen nach dem in den europäischen Topligen gängigen Muster in Freizeitzentren umgewandelt werden, in denen nicht nur Fußballspiele, sondern auch andere Events stattfinden können. In der Umgebung der Arenen sollen Restaurants, Geschäfte und Fitnesszentren entstehen. Die Stadien sollen die ganze Woche lang offen sein und zu einer Haupteinkunft für die einkommensschwachen Vereine der Serie A und B werden.
Bis 2012 sollten zwei neue private Stadien entstehen. Rekordmeister Juventus Turin hat bereits die Genehmigung für den Bau seines neuen Stadions erhalten. 105 Millionen Euro wird der norditalienische Traditionsclub für das neue "Stadio delle Alpi" ausgeben, das für 40.000 Zuschauer gedacht ist. Das Projekt soll mit Hilfe eines finanzstarken Sponsors errichtet werden, Lokalbehörden sollen das Projekt mitfinanzieren. Ein weiteres privates Stadion wird in Siena stehen. Weitere Neubauten planen die Erstligisten Udinese Calcio, Sampdoria Genua und US Palermo. In Italien gibt es ein einziges privates Stadion in der Kleinstadt Giglio in der norditalienischen Region Emilia Romagna. Er gehört dem Drittligisten Reggiana.
(apa/red)
