Chinesischer Club an "Hicke" interessiert:
Ex-Teamchef bestätigt Kontakt mit Luneng
- Mögliche Verpflichtung derzeit aber noch ungewiss
- Tabellenzweiter hat in China noch Chance auf Titel

·Hickersberger klopft
den Spruch des Jahres
Fußball-Kulturpreis geht
an den Ex-ÖFB-Teamchef
Über ungelegte Eier redet man im Allgemeinen nicht gerne. Dies hält auch Josef Hickersberger so, der nach seinem ÖFB-Abgang kurz nach dem EM-Turnier arbeits- und stressloser Trainer ist, aber die Ruhe abseits des Fußballs genießt. "Es ist zwar keine echte Ente, aber die Geschichte mit China ist noch keine", ließ er wissen. Deshalb verweigerte der Ex-Teamchef am Vortag auch jedes Radio- und TV-Interviews über einen möglichen neuen Arbeitsplatz.
Der 60-Jährige, der die Befunde seiner routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung erhält, bestätigte, eine Anfrage vom chinesischen Erstligaverein Shandong Luneng erhalten zu haben, betonte aber gleichzeitig auch, dass es noch keine konkrete Verhandlung gegeben habe. Der aktuelle Tabellenzweite der 16er-Liga mit Titelchancen nach 25 Runden sucht einen Nachfolger für den Serben Ljubisa Tumbakovic, dessen Vertrag nach vier Jahren ausläuft. "Hicke" hat sich über Luneng im Internet schon schlaugemacht und weiß, dass dahinter ein großer Energiekonzern steht.
Geld soll angeblich reichlich vorhanden sein im Reich der Mitte, genauer gesagt in der Ostküsten-Provinz Shandong, die fast 92 Millionen Einwohner zählt und deren Hauptstadt Jinan ist. Die Zeit und seine Präferenzen für seine fast zweite Heimat zu nennende arabische Golf-Region veranlassen Hickersberger zu einem reiflichen Nachdenkprozess. "Der Amtsantritt in China wäre schon am 14. Jänner, da beginnt die Vorbereitung auf die kommende Saison", erzählt der Trainer-Routinier, der noch nie in China war, vielleicht aber in Bälde ein Reise nach Jinan, wo Luneng beheimatet ist, antreten könnte.
(apa/red)
