Zeitungen zu Obama-Sieg ausverkauft:
Zehntausende Exemplare nachgedruckt
- Ausgabe der Wahl ist "das ultimative Souvenir"
- 850 Dollar für "New York Times"-Ausgabe geboten
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Nach dem historischen Sieg Barack Obamas hat in den USA ein Ansturm auf die Zeitungen und Sonderausgaben zur Wahl eingesetzt. In der Hauptstadt legte die "Washington Post" eine 26-seitige Sonderausgabe von 350.000 Exemplaren auf, berichtete das US-Magazin "Editor & Publisher". Obamas Heimatzeitung, die "Chicago Tribune", druckte 200.000 nach, die größte überregionale Zeitung "USA Today" brachte 500.000 neue Exemplare auf den Markt und die "New York Times" zusätzliche 50.000.
Eine Zeitungsausgabe sei "das ultimative Souvenir", sagte Paul Anger von der "Detroit Free Press", die zusätzliche 15.000 Stück nachdruckte. Allerdings reichten selbst die Nachdrucke der US-Zeitungen nicht aus, um die riesige Nachfrage zu decken. In den Läden in der Hauptstadt Washington gingen viele Amerikaner und Touristen trotz stundenlanger Wartezeit leer aus.
"In 30 Jahren können meine Kinder die Ausgabe berühren, während ich ihnen von diesem historischen Tag erzähle", sagte ein glücklicher Besitzer einer "Washington Post"-Ausgabe. "Einen Computerbildschirm kann man nicht in ein Fotoalbum einkleben", bemerkte ein anderer. "Das ist ein Stück Geschichte, das ich meinen Kindern zeige", sagte ein Amerikaner, der stolz eine "New York Times" hochhielt.
850 Dollar für "New York Times"
Die "Los Angeles Times", die 40.000 Exemplare nachdruckte, berichtete, auch im Internet habe der Run eingesetzt. Für eine Originalausgabe der "New York Times" wurden Spitzenpreise von 850 Dollar (rund 660 Euro) geboten. Für die historische Ausgabe der "Chicago Tribune", die Obama großflächig auf der Titelseite zeigte, boten einige bis zu 80 Dollar.
Ähnliche hohe Preise wie für die Obama-Ausgabe werden im Internet nur für eine andere Wahlausgabe gezahlt: Bei der Präsidentenwahl 1948 titelte die "Tribune" am Morgen nach der Wahl: "Dewey besiegt Truman" - und lag damit falsch, denn Harry Truman gewann die Wahl. Im Internet werden für diese historische Falschausgabe 1.000 Dollar geboten. (apa/red)
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