Terrororganisation ETA tief gespalten: Hardliner setzen sich laut Polizei durch
- Anführer "Thierry" aus Organisation ausgeschlossen?
- Friedensgespräche 2006 nach Attentat gescheitert

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Mann in Nordspanien
Autobombe detonierte
vor einer Militärakademie
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ETA warnte vor einem Sprengsatz - 11 Verletzte
Knapp zwei Jahre nach dem Scheitern des Friedensprozesses mit der spanischen Regierung ist die baskische Untergrundorganisation ETA nach Polizeierkenntnissen tief gespalten. Der im Mai in Frankreich gefasste mutmaßliche oberste ETA-Anführer Francisco Javier López Peña alias "Thierry" sei aus der Organisation ausgeschlossen worden. Damit hätten sich die Hardliner in der ETA durchgesetzt.
Der 49-Jährige sei bestraft worden, weil er sich gegen weitere Terroranschläge ausgesprochen habe, berichtete die Madrider Zeitung "El País". López Peña war einer der wichtigsten Unterhändler der ETA in dem Friedensprozess gewesen. Der mutmaßliche Chef der Terrorkommandos, Garikoitz Aspiazu alias "Txeroki", sei hingegen als Vertreter einer harten Linie stets für neue Attentate gewesen, um die Regierung unter Druck zu setzen. Auch jetzt trete er für eine neue Welle der Gewalt ein.
Drohungen mit weiterem Terror
Erst vor wenigen Tagen hatte die ETA mit weiterem Terror gedroht, um Madrid zu Verhandlungen zu zwingen. Zuletzt waren Ende Oktober bei einem Autobombenanschlag auf die Universität im nordspanischen Pamplona 28 Menschen leicht verletzt worden.
Die Friedensgespräche waren im Dezember 2006 nach einem ETA-Attentat auf den Madrider Flughafen gescheitert. Zwei Menschen starben damals. Ein halbes Jahr später hatte die Organisation eine "dauerhafte Waffenruhe" für beendet erklärt. Die ETA kämpft seit 40 Jahren für ein unabhängiges Baskenland und hat in dieser Zeit fast 850 Menschen getötet.
(apa/red)
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