Mittwoch, 15. Oktober 2008

Handyboom dauert in Österreich weiter an:
Gesprächsminuten steigen um 22 Prozent

  • SIM-Karten haben 120 Prozent Marktdurchdringung
  • MMS und Rufnummernmitnahme sind weniger gefragt

Der Handyboom in Österreich ist auch gut zehn Jahre nach dem flächendeckenden Start noch immer ungebrochen. "In den ersten drei Monaten des Jahres 2008 telefonierten die Österreicher mit dem Handy mehr als 4,8 Mrd. Minuten, das sind um fast 22 Prozent mehr als im Vergleich zum korrespondierenden Quartal des Vorjahres", rechnete der Chef der Telekom-Regulierungsbehörde RTR, Georg Serentschy, vor. Der Grund sei die Tarifpolitik der Mobilfunkbetreiber, die vermehrt Pauschaltarife auch für Gespräche in fremde Netze anbieten.

Es wird aber nicht nur deutlich mehr telefoniert, es steigt auch stetig die Zahl der SIM-Karten. Serentschy: "Die Marktdurchdringung bei Handys hat in Österreich im ersten Quartal 2008 mit rund zehn Millionen genutzten SIM-Karten erstmals die 120-Prozent-Marke erreicht." Der starke Anstieg wurde in den vergangenen Monaten durch die zunehmende Karten-Nutzung für mobiles Breitband getrieben und gehe auf den verstärkten Erwerb von UMTS-fähigen SIM-Karten zurück. Laut RTR-Monitor wurden per Ende März rund 6,94 Mio. GSM- und 3,07 Mio. UMTS-fähige SIM-Karten genutzt.

MMS weniger erfolgreich
Als wenig erfolgreich hat sich der MMS-Dienst erwiesen. Die Zahl der "Bild-SMS" ging gegenüber dem Vorjahr sogar zurück und lag bei 8,3 Mio. Stück. Zum Vergleich: Die Anzahl der im 1. Quartal 2008 versendeten SMS betrug 1,1 Milliarden. Eher gering ist auch das Interesse an der Rufnummernmitnahme. Seit deren Einführung im Jahr 2004 werden je Quartal durchschnittlich 25.000 Portiervorgänge von den Mobilfunkbetreibern durchgeführt. Bis zum 1. Quartal 2008 lag die gesamte Anzahl der erfolgten Portierungen bei etwa 348.000, das sind 3,5 Prozent der Gesamtzahl der in Österreich genutzten mobilen Rufnummern, teilte die RTR am Mittwoch in einer Aussendung mit.
(apa/red)

15.10.2008 15:27