Mittwoch, 15. Oktober 2008

Banken mit Milliarden in Island beteiligt:
Größter Anteil entfällt auf Raiffeisen-Sektor

  • Angeblich 3 Mrd. Euro an isländischen Schuldpapieren
  • Auch einzelne Versicherungen sind gering betroffen

Österreichische Banken sitzen auf einem Island-Obligo in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Laut Medienberichten sind es zumindest 2,6 Mrd. Euro, möglicherweise sogar an die 3 Mrd. Euro. Der größte Einzelbrocken davon soll mit mindestens 700 Mio. Euro ("Standard") oder sogar einer Milliarde Euro ("Die Presse") auf den Raiffeisen-Sektor entfallen, also RZB und Landesbanken.

Auch der "Kurier" hatte geschrieben, dass der Großteil der heimischen Island-Außenstände auf Raiffeisen entfällt. Das Gesamtengagement österreichischer Kreditinstitute bezifferte die Zeitung ebenso wie nun der "Standard" mit 3 Mrd. Euro an isländischen Schuldpapieren; die "Presse" geht von zumindest 2,6 Mrd. Euro aus.

Details zum Obligo nennt die RZB wegen der "hypernervösen Marktsituation" nicht, jedoch weist ein RZB-Sprecher auf die 160 Mrd. Euro Bilanzsumme hin. Seitens der Erste Group waren die Forderungen gegenüber Island mit 300 Mio. Euro aus vorrangigen Anleihen beziffert worden, man sei hinsichtlich der Einbringlichkeit aber "sehr zuversichtlich". "Bei uns sind es 100 Mio. Euro", meinte ein Bank-Austria-Sprecher laut einem Bericht. Auch einzelne Versicherungen sind geringer tangiert, doch zeigte man sich dort zuletzt relativ optimistisch, etwa VIG-Chef Günter Geyer zu "seinen" 20 bis 25 Mio. Euro.

(apa/red)

15.10.2008 15:06