Ivanschitz wünscht sich Sieg gegen Serbien zum Geburtstag: Wird am Matchtag 25 Jahre
- Herzog-Rekord von 103 Länderspielen in Gefahr
- Teamkapitän: 'Habe kein Problem mit Verantwortung'

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Ein Vierteljahrhundert Andreas Ivanschitz. Ausgerechnet am Tag des so wichtigen WM-Qualifikationsspiels gegen Serbien feiert der österreichische Fußball-Teamkapitän seinen 25. Geburtstag. Bei 46 Länderspielen hält der Burgenländer, den Ex-Teamchef Hans Krankl einst zum jüngsten Spielführer der Geschichte im Nationalteam gemacht hat, mittlerweile. Früher oder später könnte Ivanschitz auch den Rekord von Team-Trainer Andreas Herzog (103 Länderspiele) gefährden.
"Natürlich wünsche ich mir einen Sieg. Zuletzt haben wir zu Hause immer sehr gut gespielt", betonte Ivanschitz. Fünf seiner insgesamt sieben Länderspiel-Tore hat der Kapitän im Ernst-Happel-Stadion in Wien erzielt - zuletzt das entscheidende 3:1 per Elfmeter gegen Frankreich. "Ich habe kein Problem mit Verantwortung. Aber bei uns steht jeder in der Verantwortung", sagte der Mittelfeldspieler von Panathinaikos Athen, der sich auch im ÖFB-Team stets als Teamplayer gibt, als einer unter vielen.
Kapitän Teil des Kollektivs
Dabei ist Ivanschitz stets der erste Österreicher, vor dem gegnerische Cheftrainer und Führungsspieler warnen - so auch Serbiens Teamchef Radomir Antic und Inter-Star Dejan Stankovic. "Das ist mir relativ egal. Nur wenn wir im Kollektiv gut sind, dann können auch einzelne Spieler gut sein. Das war bei uns immer schon so", erklärte der Kapitän. "Wir sind alle füreinander da. Jeder einzelne Spieler von uns ist enorm wichtig."
Dennoch ist Ivanschitz über die Grenzen hinaus der bekannteste rot-weiß-rote Fußball-Export. Dabei hat er noch nicht einmal in einer der ganz großen europäischen Ligen gespielt, sondern erst im Sommer einen Vierjahresvertrag bis 2012 bei Panathinaikos unterschrieben. Davor war der Regisseur eineinhalb Jahre auf Leihbasis beim griechischen Topclub engagiert, nachdem er sein Glück nach seinem kontroversen Abgang von Rapid im Jänner 2006 bei Red Bull Salzburg nicht gefunden hatte.
"Habe mich zu Führungsspieler entwickelt"
In Athen fühlt er sich wohl - mit seiner Frau Anja und seinem eineinhalb Jahre alten Sohn Ilia. Auch auf dem Platz ist er gereift. "Ich habe mich zu einem Führungsspieler entwickelt", meinte der Griechenland-Legionär. Dementsprechend werde er auch mit anderen Maßstäben gemessen. Kritiker sind mitunter nicht langsam, wenn es darum geht, bei Niederlagen Schuldige zu finden. "Aber damit kann ich umgehen", versicherte Ivanschitz.
Fast genau fünf Jahre ist es her, als ihm Krankl am 11. Oktober 2003 im Heimspiel gegen Tschechien (2:3) das erste Mal die Kapitänsschleife des ÖFB umgebunden hatte. Damals war Ivanschitz 19 Jahre und 361 Tage alt, hatte gerade einmal drei Länderspiele auf dem Buckel. Als Bürde hat er die Binde selbst aber nie empfunden. Erst im September war der Burgenländer auch unter Neo-Teamchef Karel Brückner in seinem Amt bestätigt worden.
(apa/red)
