Dienstag, 14. Oktober 2008

Serbien mit breiter Brust in Wien gelandet:
Kapitän Stankovic gibt sich optimistisch

  • Sieg gegen Litauen bringt zusätzlich Selbstvertrauen
  • Serbien könnten großen Schritt Richtung WM machen

Die serbische Nationalmannschaft ist mit breiter Brust in Wien angekommen und geht mit viel Selbstvertrauen in das WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich. "Durch den klaren 3:0-Erfolg gegen Litauen hat die Mannschaft zusätzlich Selbstvertrauen getankt, die Atmosphäre im Team ist ausgezeichnet und dennoch ist niemand abgehoben", brachte Kapitän Dejan Stankovic die Stimmung auf den Punkt.

Nach den letzten beiden Misserfolgen seien die österreichischen Kicker "etwas angeschlagen". Serbien hingegen könnte mit einem Sieg in Wien einen ganz wichtigen Schritt Richtung WM 2010 in Südafrika machen. "Es geht um sechs Punkte", denn schließlich sei Österreich ein "direkter Konkurrent" für die WM-Qualifikation, so der Mittelfeldmotor im Dienste von Inter Mailand.

"Kennen ihre Stärken und Schwächen"
ÖFB-Coach Karel Brückner könne sein Team jedenfalls nicht überraschen, betonte Stankovic und fügte an: "Die Österreicher sind uns nicht unbekannt. Wir haben ihre Spiele gesehen und kennen ihre Stärken und Schwächen. Ich persönlich kenne Tormann Manninger, der jetzt bei Juventus ist und gegen den ich schon oft gespielt habe, am besten. Ihr bester Spieler ist dennoch die Nummer 10, Ivanschitz, von dem die größte Gefahr ausgeht."

"Wenn wir so stark spielen wie gegen Litauen, dann werden wir ein gutes Resultat erzielen", zeigte sich auch Mladen Krstajic optimistisch. Das Unentschieden Österreichs auf den Färöern habe "alle überrascht". "Die Österreicher werden es jetzt viel schwerer haben, weil wir zwei Punkte vor ihnen sind und wir am Samstag ziemlich stark gespielt haben", schilderte der bei Schalke 04 unter Vertrag stehende Verteidiger.

Aber das Ergebnis auf den Färöern spiegle die Stärke Österreichs sicher nicht wider. "Das österreichische Team erinnert genug an die deutsche Nationalmannschaft. In ihrem Spiel gibt es nicht allzu viel Schönheit, aber sie sind stark in den Duellen, rennen viel, kämpfen die ganzen 90 Minuten." Die Serben hingegen seien am Ball stärker, meinte Krstajic. "In Wien wartet auf uns eine schwere Aufgabe."

(apa/red)

14.10.2008 11:44