Dienstag, 14. Oktober 2008

Spätstarter Vanek hat bereits gezündet: Erzielte bereits drei Tore in zwei Spielen

  • Vanek: "Ich war mein ganzes Leben ein Spätzünder"
  • Diese Saison läuft er schon zu Beginn auf Hochtouren

"Ich war mein ganzes Leben ein Spätzünder", sagt Thomas Vanek. Der österreichische Eishockey-Star hat stets eine Anlaufzeit benötigt, um so richtig in Schwung zu kommen. Heuer allerdings läuft der 24-jährige Steirer gleich zu Beginn der Saison in der National Hockey League (NHL) auf Hochtouren. Nach zwei Spielen hält Vanek bei drei Toren und liegt in der Torschützenliste mit einigen anderen Spielern auf Rang zwei. In beiden Partien wurde er zum Spieler des Abends gewählt, die Buffalo Sabres haben nicht zuletzt dank ihres Stürmerstars einen starken Einstand in die NHL-Saison gefunden.

Auch Thomas Pöck bekam das zu spüren, der mit den New York Islanders in eine 1:7-Heimschlappe gegen die Sabres schlitterte. Mit seinem ersten NHL-Treffer in Unterzahl (28.) und einem Powerplay-Treffer (31.) war Vanek im Mitteldrittel mitverantwortlich für die Vorentscheidung. Schon gegen Montreal (2:1 nach Penaltyschießen) hatte er den einzigen Treffer seines Teams erzielt.

Ziemlich außergewöhnlich für Vanek. In seiner ersten NHL-Saison hatte er bis zu seinem 15. NHL-Spiel auf seinen ersten Torjubel warten müssen, im Vorjahr hielt er nach zehn Partien bei drei Treffern. In dieser Saison ist aber alles anders. "Ich bin immer langsam gestartet, es hat immer einige Partien gedauert, bis ich Tore gemacht haben", erinnert sich Vanek. "Jetzt klappt es von Anfang an, das ist gut. Ich hatte aber auch früher Chancen, nur gehen sie jetzt auch rein. Hoffentlich geht es so weiter", freute sich der Stürmer, der von seiner neuen Aufgabe profitiert.

Trainer will Vanek zum besten Spieler machen
Denn der Torjäger kommt erstmals auch im "penalty-killing" zum Einsatz und damit auf mehr Spielzeit (über 21 Minuten im letzten Spiel). "Wir haben einen Deal", meinte Trainer Lindy Ruff dazu. "Thomas muss sich noch mehr anstrengen und noch mehr an sich arbeiten, dann bekommt er auch mehr Unterzahl. Ich will ihn zum besten Spieler machen", betonte der Chefcoach. Vanek dankte es mit seinem ersten Unterzahltreffer und viel Einsatz. "Ich bin dadurch mehr im Spiel. In Unterzahl fühle mich sehr wohl, ich hoffe, der Trainer vertraut weiter auf mich", so Österreichs Sportler des Jahres.

Vanek kann aber auch mit der Mannschaftsleistung zufrieden sein. "Wir haben sehr gut gespielt, von hinten solide raus, und vorne haben wir unsere Chancen genützt. Das Powerplay ist noch nicht optimal, aber schon besser", analysierte der Steirer.

(apa/red)

14.10.2008 10:42