Bernhard Kohl nimmt zu Dopingvorwürfen Stellung: "Bin mir keiner Schuld bewusst"
- "Wissentlich nichts Verbotenes zu mir genommen"
Rad-Profi hat die Öffnung der B-Probe beantragt - EPO-Mittel CERA in zwei Tour-Proben nachgewiesen

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Radprofi Bernhard Kohl hat sich erstmals zu den öffentlich gewordenen positiven Doping-Tests bei der Tour de France geäußert. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Wissentlich habe ich nichts Verbotenes zu mir genommen. Für mich bricht derzeit eine Welt zusammen", erklärte der Tour-de-France-Dritte gegenüber seinem Sponsor Erybol.
"Ich brauche noch Zeit, um mich zu sammeln und wieder klar denken zu können", zitierte das Internetportal des ORF den Sieger des Bergtrikots, der bei Bestätigung durch die B-Proben mit einer zweijährigen Sperre rechnen muss.
Keine konkrete Erklärung
Der Niederösterreicher betonte, er werde "zeitnah und noch vor der Öffnung der B-Proben" bei einer Pressekonferenz in Wien Stellung beziehen. Eine konkrete Erklärung zum Dopingverdacht gab der 26-jährige Wolkersdorfer nicht ab. "Ich bitte auch meine Fans um Verständnis dafür, dass ich mich aufgrund der Schwere der gegen mich erhobenen Vorwürfe dazu vorerst nicht äußern kann."
Geschäftsführer der Firma, die Erybol vertreibt, ist Manfred Kiesl. Im Kühlschrank des Fitnessstudio-Betreibers war im Jahr 1997 große Mengen Anabolika-Präparate gefunden worden. Kohls aktueller Manager Stefan Matschiner, mit dem Manfred Kiesl bis vor einigen Jahren eine Athleten-Agentur betrieb, war in den Vernehmungsprotokollen der ÖSV-Untersuchungskommission zu den Doping-Skandal bei Olympia in Turin aufgetaucht.
Silence-Lotto wird indes den am 8. September in Wien präsentierten Dreijahres-Vertrag mit dem Tour-de-France-Bergkönig Kohl auflösen. Der belgische Rennstall ließ am Dienstag verlauten, er werde "die notwendigen legalen Schritte für ein sofortiges Ende der Kooperation mit Kohl" einleiten.
(apa/red)
