Mittwoch, 15. Oktober 2008

Waldbrände in Kalifornien wüten weiter:
Feuer gefährlich nahe an Siedlungen um L.A.

  • Nachlassender Wind lässt Feuerwehrleute hoffen
  • Zwei Menschen kamen bei Bränden ums Leben

Die Waldbrände im Süden Kaliforniens haben sich gefährlich nahe an mehrere Siedlungen in der Nähe von Los Angeles herangefressen. Unablässig kämpften die Feuerwehrleute gegen das Flammenmeer, um Häuser vor dem Feuer zu schützen. Hubschrauber warfen Wasserladungen über dem Flächenbrand ab, der sich im San-Fernando-Tal auf 52 Quadratkilometer ausgeweitet hat. Ein leichtes Nachlassen des gefürchteten Santa-Ana-Windes ließ die Einsatzkräfte Hoffnung schöpfen, doch für eine Entwarnung war es ihrer Ansicht nach zu früh.

"Das Potenzial für starke Winde ist da", erklärte der Feuerwehrsprecher des Bezirkes Ventura, Tom Kruschke. "Wir müssen abwarten, was Mutter Natur für uns bereit hält."

Zwei Menschen starben bei Bränden
Bisher gingen in Kalifornien mehr als 88 Quadratkilometer Wald und Buschland in Flammen auf. Dutzende Häuser wurden zerstört, tausende Menschen mussten fliehen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Derzeit toben drei große Brände in Südkalifornien.

Erste Löscherfolge im Westen
Das Feuer zog vom San Fernando Valley in westlicher Richtung weiter, näherte sich dem Bezirk Ventura und bedrohte Häuser im Simi Valley. Etwa 16 Kilometer von der Gemeinde Porter Ranch im San-Fernando-Tal entfernt konnte die Feuerwehr Erfolge vermelden. Ein Brand im Nordosten des Gebiets wurde zu 80 Prozent unter Kontrolle gebracht. Viele Menschen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Allerdings wurden 38 Mobilheime zerstört.

Im Bezirk San Diego brachten die Einsatzkräfte einen Brand, der sich auf dem Marinestützpunkt Camp Pendleton auf 1.600 Hektar ausgedehnt hatte, zu 60 Prozent unter Kontrolle. Die meisten Bewohner des Stützpunktes und des nahe gelegenen Oceanside konnten in ihre Häuser zurückkehren.

Wind erhöht Brandgefahr
Der erste Santa-Ana-Wind, der in jedem Herbst mit Böen die Waldbrandgefahr erhöht, war am Wochenende aufgetreten. Meteorologen erklärten, der Wind werde in den kommenden Tagen nachlassen.
(apa/red)

15.10.2008 13:49