VW untersuchte Haiders Unglückswagen:
Phaeton auf technische Mängel überprüft
- Phaeton gilt als eines der sichersten Autos der Welt
- Fahrfehler: "Blutprobe macht nun einiges erklärbar"

Der Autokonzern Volkswagen hat jenen VW Phaeton, in dem Jörg Haider tödlich verunglückte, untersuchen lassen. Dies bestätigte VW-Konzernsprecher Peter Thul gegenüber der Berliner "Netzeitung". Zugleich korrigierte er britische Presseberichte, wonach Volkswagen Gerüchten nachgehen wolle, dass das Unglück auf Sabotage zurückgehe.
VW-Spezialisten hätten den Wagen bereits analysiert und festgestellt, dass Haider mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei, sagte Thul der "Netzeitung". Solche Prüfungen gebe es in solchen Fällen immer. Anfangs habe es noch Zweifel gegeben, ob ein Phaeton - eines der sichersten Autos der Welt - bei dieser Geschwindigkeit aus der Kurve getragen würde. "Die Blutprobe macht nun einiges erklärbar", sagte der VW-Sprecher in Anspielung auf die bestätigte Information, dass Haider schwer alkoholisiert unterwegs gewesen war. Daher habe Volkswagen nun "keine Veranlassung, das Auto ins Werk zu holen", sagte Thul der Internetzeitung.
In der britischen Presse war zuvor heftig über eine mögliche Manipulation an Haiders Phaeton spekuliert worden, ähnlich wie nach dem tödlichen Unfall von Prinzessin Diana im Jahr 1997 in Paris. Das Boulevardblatt "The Sun" berichtete, dass Volkswagen den Phaeton auf mögliche Anzeichen für Sabotage untersuchen wolle. Thul wurde von der Zeitung mit den Worten zitiert: "Es ist eine Tatsache, dass Haider zu schnell fuhr, aber so eine Kurvengeschwindigkeit ist für die Physik des Autos kein Problem." Der Phaeton und der Audi A8 seien "die sichersten (Wagen) von allen. Man müsste einen Schlüssel haben, um die Elektronik zu manipulieren, also müsste das jemand in einer Werkstatt gemacht haben", sagte Thul. Gegenüber der "Netzeitung" sagte der Sprecher jedoch, er sei falsch zitiert worden.
(apa/red)
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