Freitag, 17. Oktober 2008

Tausende verabschiedeten sich von Haider: Großer Andrang Trauernder in Klagenfurt

  • Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kondolierte

Tausende schritten am Sarg Jörg Haiders vorbei. Der Andrang zu den offiziellen Trauerfeierlichkeiten nach dem Unfalltod des Kärntner Landeshauptmanns war gewaltig. Bis spät in die Nacht standen die Menschen Schlange um sich am Sarg des Verstorbenen im Wappensaal des Landhauses zu verabschieden. Auch am Freitag hatte die Bevölkerung noch einmal eine Chance sich von Haider zu verabschieden.

Am Donnerstag um 10.00 Uhr fuhren Witwe Claudia Haider sowie die Töchter Ulrike und Cornelia im Landhaushof in zwei grauen Limousinen vor, und betraten gemeinsam mit den engsten Freunden den Wappensaal, den sie nach etwa einer halben Stunde wieder verließen. Claudia Haider wurde dabei vom Militärseelsorger Emmanuel Longin am Arm die Stiegen hinuntergeleitet. Bevor die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich waren, hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet, die die Witwe abschritt und dabei Beileidsbekundungen entgegennahm. Dabei kam es teilweise zu sehr emotionalen Szenen.

Auch Strache kondolierte
An Ort und Stelle versammelten sich kurz nach der Familie außerdem die gesamte Landesregierung sowie die Vertreter des BZÖ, darunter Bundesparteichef Stefan Petzner und Landtagspräsident Josef Lobnig. Ein Spalier aus Kränzen säumte den Hof, auch vor dem Wappensaal war Blumenschmuck angebracht. Auf diese Weise kondolierten unter anderem das offizielle Österreich und Kärnten sowie die Bundesländer. Es fand sich aber auch ein Kranz von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Zustrom wollte nicht abreißen
Weil der Zustrom nicht abreißen wollte, versichterte Haiders Büroleiter, der designierte Landesrat Harald Dobernig, man werde den Wappensaal so lange geöffnet halten, "bis auch der letzte Wartende drangekommen ist".

Am späten Abend verstärkte sich der Andrang in dem mit zahlreichen Kränzen geschmückten Landhaushof noch einmal, als Busse aus verschiedenen Kärntner Bezirken, aber auch aus anderen Bundesländern, so etwa aus dem steirischen Knittelfeld eintrafen.

(apa/red)

17.10.2008 21:50