Wiedervereinigung kein Thema: Strache
sieht sich als der Erbe des Dritten Lagers
- Verhältnis zu Haider sei zuletzt "ambivalent" gewesen
- FPÖ-Chef: Habe die Hände immer ausgestreckt

·Stefan Petzner neuer Parteichef des BZÖ
Haiders Ziehsohn tritt in dessen große Fußstapfen
Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bleibt eine Wiedervereinigung mit dem BZÖ kein Thema. Er sieht sich auch als der einzige Erbe des Dritten Lagers, das orange Bündnis sei einzig die Person Jörg Haiders gewesen. "Ich habe das Erbe des Dritten Lagers bereits 2005 angetreten", so Strache. Er lud gleichzeitig alle "verantwortungsbewussten Kräfte" ein, den "stabilen" Weg der FPÖ mitzugehen. Das gelte sowohl für Funktionäre als auch für Wähler.
Auf das BZÖ angesprochen, drückte Strache zunächst der Familie des Verstorbenen sein Mitgefühl aus. Die jetzige Zeit sei eine Zeit "des Schocks und der Emotionen". Strache zollte Haider auch für dessen politische Arbeit Respekt. Der verstorbene Kärntner Landeshauptmann habe einen neuen Stil in der Politik geschaffen und die FPÖ zu einer starken Partei gemacht.
Verhältnis zu Haider "ambivalent"
Sein Verhältnis zu Haider sei zuletzt "ambivalent" gewesen, die Wege hätten sich getrennt. Strache zeigte sich aber froh, noch die Gelegenheit gehabt zu haben, sich mit dem BZÖ-Chef auszusprechen. Eine Wiedervereinigung sei aber kein Thema. Es sei lediglich um eine "Aussöhnung und Annäherung" gegangen, so Strache.
Er habe seine Hände immer ausgestreckt, sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nach einem CDU-CSU-Modell zwischen FPÖ und BZÖ gefragt. Er betonte aber mehrmals, dass das Dritte Lager einzig von der FPÖ repräsentiert werde und die Freiheitlichen ein "stabiler Faktor" seien. Das BZÖ sei die Person Jörg Haiders gewesen und dessen "Strahlkraft".
(apa/red)
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