Dienstag, 7. Oktober 2008

Große Wissenslücken in Sachen Verhütung: Ängste dominieren oft die Wahl der Methode

  • Frauen befürchten Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit
  • Auch Angst vor Gewichtszunahme ausschlaggebend

Frauen entscheiden sich häufig nicht für die für sie am besten geeignete Form der Verhütung. Der Grund dafür sind laut einer schottischen Studie Ängste und falsche Vorstellungen hinsichtlich möglicher Folgen der Methode. Die Entscheidungskriterien für eine Methode wiederum sind oft mangelhaft begründet.

Die Angst vor einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und einer Gewichtszunahme sind oft verantwortlich für eine Entscheidung gegen eine hormonelle Form der Verhütung. Viele der Frauen hingegen, die sich für die Pille entscheiden, tun dies, weil auch ihre Freundinnen diese Methode präferieren.

Spirale - nein danke
Spirale und Implantate wiederum werden abgelehnt, weil die Frauen ärztliche Untersuchungen und Eingriffe umgehen wollen. So gaben nur zehn Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr eine Spirale eingesetzt zu haben. Das entspricht weniger als einem Viertel jener Frauen, die die Pille nehmen oder Kondome verwenden.

Zu wenig informiert!
Eine Teilnehmerin erklärte, dass die Spirale nicht in Frage käme, da sie von einem Arzt eingesetzt werden muss. Sie hasse die Vorstellung, dass jemand in diesem Bereich ihres Körpers herumdoktere. Auch die Vorstellung eines Implantats unter der Haut war für manche Frauen genauso abschreckend. Andere gaben an, dass sie sich einfach die Pille hatten verschreiben lassen ohne sich über andere Formen der Verhütung zu informieren. (pte/red)

7.10.2008 14:25