Mittwoch, 8. Oktober 2008

Wettquoten für den Friedensnobelpreis:
Aktivist aus China bei Buchmachern Favorit

  • Reich werden mit George Bush und Wladimir Putin
  • Gute Chancen für russische Rechtsanwältin Yusupova

Bevor im norwegischen Oslo der Friedensnobelpreis verliehen wird, bietet das irische Wettbüro "Paddypower" Wetten auf den Preisträger an. Mit der niedrigsten Quote von 7:4 gilt der chinesische Demokratie-, Umwelt-und Aids-Aktivist Hu Jia als Favorit für den begehrten Preis. Ebenfalls niedrig sind die Quoten für Thich Quang Do, einen chinesischen Rechtsanwalt, und Lidia Yusupova, eine Rechtsanwältin aus Russland. Setzt man auf George Bush als nächsten Friedensnobelpreisträger, könnte man bei der Quote von 500:1 durchaus reich werden.

Ein bisschen mutig ist es schon, bei der Wette auf den Preisträger des Friedensnobelpreises 2008 auf George Bush oder Wladimir Putin zu setzen - immerhin sprechen Quoten von 500:1 für Bush beziehungsweise 250:1 für Putin für eher schlechtere Chancen auf die Auszeichnung. Da das fünfköpfige Nobelpreis-Komitee allerdings nichts über die Nominierten preisgibt, ist alles möglich. Und wer bei seiner Wette auf Bush oder Putin Recht hat, kann durchaus sein Vermögen vermehren. Ebenfalls hohe Quoten gelten für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy (80:1) und den früheren britischen Premierminister Tony Blair (66:1).

Wetten auf Bono und Geldof
Wetten kann man außerdem auf den irischen Musiker Bono, Frontman der Rockband U2 und politischer Aktivist, mit einer Quote von 50:1. Seinem irischen Kollegen Bob Geldof, Organisator des Live-8-Konzertes im Jahr 2005, werden mit einer Quote von 33:1 noch mehr Chancen auf den Friedensnobelpreis eingeräumt. Die im 19. Jahrhundert konstruierte Sprache Esperanto ist laut dem irischen Wettbüro auch ein Kandidat für den Friedensnobelpreis - mit einer Quote von 50:1 allerdings auch noch ein eher unwahrscheinlicher.

Gute Chancen für Betancourt
Bessere Chancen auf den Friedensnobelpreis haben nach den Quoten die kolumbianische Politikerin und Ex-Geisel der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC), Ingrid Betancourt, der designierte Premierminister von Simbabwe, Morgan Tsvangirai, und der finnische Ex-Präsident und Kosovo-Vermittler Martti Ahtisaari, die alle drei bei einer Quote von 8:1 stehen.

Mit einer Quote von 6:1 rangiert die russische Rechtsanwältin Lidia Yusupova, die sich für die Durchsetzung der Menschenrechte einsetzt, auf Platz drei. Ganz vorne dabei ist auch der chinesische Rechtsanwalt Thich Quang Do (4:1), der chinesische Bürger gegen Unrecht verteidigt. Die Favoritenrolle übernimmt mit der niedrigsten Quote von 7:4 der chinesische Aktivist Hu Jia, der gerade im Gefängnis sitzt.

(apa/red)

8.10.2008 13:21