Donnerstag, 9. Oktober 2008

Finanzkrise trübt heimische Jobaussichten: Österreicher fürchten um ihre Arbeitsplätze

  • 71 % der Österreicher sorgen sich um die Wirtschaft
  • UMFRAGE: Fürchten Sie sich vor einem Jobverlust?

Die alarmierenden Meldungen von der weltweiten Finanzkrise lässt auch bei den Österreichern die Sorgen um ihre Arbeitsplätze wachsen. 71 Prozent gehen von negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung aus. Das Vertrauen in die heimischen Banken hingegen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben.

Wie eine Studie des "Infoscreen-Monitors" zeigt, sind zwei Drittel der Bevölkerung besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung im Land.
Vor rund einem Jahr war es nur ein Drittel, das Konsequenzen befürchtete. Nur noch 23 Prozent der Befragten rechnen mit keinerlei negativen Folgen. Im Vorjahr ging noch über die Hälfte davon aus, dass es keine Auswirkungen geben wird. Die Bevölkerung sorge sich weniger um die Spareinlagen, als um die allgemeine Konjunktur und ihre eigenen Arbeitsplätze, stellte Karin Cvrtila von OGM fest.

Vertrauen in die Banken hoch
Für 71 Prozent ist das Vertrauen in die österreichischen Banken weder gestiegen noch gesunken. "Die Gründe dafür liegen einerseits am generell hohen Vertrauen der Österreicher in die heimischen Geldinstitute, andererseits haben aber auch die Aussagen hoher Banker bezüglich der Sicherheit der Spareinlgen in den letzten Tagen zu einer Beruhigung geführt", erklärte Cvrtila. Etwa ein Fünftel (21 Prozent) vertraut den österreichischen Banken weniger als vor Beginn der Finanzkrise.

Wirtschaft stagniert
Dass die Sorgen nicht ganz unberechtigt sind, zeigen die neuesten Daten, die die Österreichische Nationalbank veröffentlichte. Demnach wird das Wirtschaftswachstum in Österreich deutlich zurückgehen, bzw. bis Jahresende völlig stagnieren. Diese Aussichten brachten auch das AMS auf den Plan. Für 2009 wird ein Anstieg der Arbeitslosen um 11.000 Personen vorausgesagt. Die gefährdetsten Branchen sind dabei das Baugewerbe und Firmen im Glas- und Keramik-Bereich. (apa/red)

9.10.2008 15:40