450 Kilo schwerer Mexikaner gestorben: Konnte Bett seit Monaten nicht verlassen
- Rettungskräfte mussten Schlafzimmerwand einreißen
- Nach Tod der Eltern in Depressionen verfallen
Ein 450 Kilogramm schwerer Mexikaner, der noch vor wenigen Tagen im Fernsehen um Hilfe beim Abnehmen gebeten hatte, ist an Herzversagen gestorben. José Luis Garza starb in Juarez auf dem Weg in ein Spital, wie seine Familie mitteilte. Die Rettungskräfte mussten die Wand zum Schlafzimmer des um sein Leben ringenden 47-Jährigen einreißen und diesen auf der Ladefläche eines Lastwagens ins Krankenhaus transportieren.
Der Mexikaner konnte sein Bett seit vier Monaten nicht verlassen. Er hatte erklärt, er habe schon immer Gewichtsprobleme gehabt. Nach dem Tod seiner Eltern vor neun Monaten sei er jedoch in Depressionen verfallen und habe immer mehr gegessen. Sein Zustand hatte sich am Wochenende verschlechtert, er hatte Mühe zu atmen.
Angehörige kritisieren Behörden
Angehörige des 47-Jährigen warfen nach seinem Tod den Behörden vor, ihn nicht genug unterstützt zuhaben. "Wenn er Hilfe bekommen hätte, als er darum gebeten hatte, wäre er noch immer bei uns", sagte sein Bruder Pedro Garza. Die Gesundheitsbehörden wiesen die Vorwürfe zurück. Garza hätte im Krankenhaus nicht mehr Zuwendung bekommen können als zu Hause. Außerdem sei es sehr schwierig, einen Patienten mit so großem Gewicht zu transportieren.
Spezieller Sarg gezimmert
Etwa 150 Freunde und Angehörige warteten auf dem Friedhof mehr als vier Stunden lang, bis Handwerker einen speziellen Sarg für Garza gezimmert hatten. Die Beerdigung verzögerte sich dann noch, weil erst ein größeres Grab geschaufelt werden musste.
Nach Garzas Hilferuf im Fernsehen hatte ihm der ehemals dickste Mann der Welt, der Mexikaner Manuel Uribe, Unterstützung beim Abnehmen zugesagt. Uribe wog 2006 noch 560 Kilo wog und landete damit im Guinness Buch der Rekorde. Seither nahm er rund 250 Kilo ab.
(apa/red)
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