Ausschreitungen vor Mülldeponie in Neapel:
Exekutive nimmt mehrere Personen fest
- Lokalpolitiker und Mitglieder radikaler Gruppierungen
- Berlusconi glaubt an drei Jahre bis zu Normalisierung

30 Personen sind im Zusammenhang mit Krawallen vor einer umstrittenen Mülldeponie bei Neapel festgenommen worden. Verhaftet wurden einige Lokalpolitiker sowie Mitglieder radikaler Gruppierungen, die für Vandalenakte im Frühjahr verantwortlich gemacht werden. Autos und Busse waren damals in Brand gesetzt worden, es gab mehrere verletzte Polizisten. Zu den festgenommenen Politikern zählt auch ein neapolitanischer Gemeinderat.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um die Müllentsorgung wieder in Gang zu bringen, nachdem sich der Unrat monatelang auf den Straßen der Region Kampanien getürmt hatte. Anrainer hatten die Zufahrten zu den Deponien blockiert, da sie diese in ihrem Umkreis überhaupt nicht haben wollten oder deren Ausweitung ablehnten. Inzwischen ist der Müll zwar von den Straßen verschwunden. Berlusconi hat jedoch eingeräumt, dass es etwa drei Jahre dauern werde, bevor das Problem endgültig gelöst werden könne.
(apa/red)
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