Glawischnig warnt vor Arbeitsverzögerung:
"So schnell wie möglich" Regierung bilden
- Treffen mit Pröll bezeichnete sie als "sehr angenehm"
- Grüne wollen an Österreich-Gesprächen teilnehmen

·Glawischnig kritisiert
Ausländerthematik
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Länger Parteichef als alle Vorgänger zusammen
Die Grünen haben als letzte Oppositionspartei ihre Teilnahme an den "Österreich-Gesprächen" zugesagt. Nach dem Gespräch mit Neo-VP-Obmann Josef Pröll meinte die designierte Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig, dass man grundsätzlich jede Einladung zu Gesprächen wahrnehmen werde. Sie warnte allerdings gleichzeitig vor einer Verzögerung der parlamentarischen Arbeit durch Koalitionsverhandlungen. Das Treffen mit Pröll bezeichnete sie als "sehr angenehm", Thema sei unter anderem eine "Wahlanalyse" gewesen, so die Grüne.
Sie habe an Pröll appelliert, angesichts der Finanzkrise keine Zeit verstreichen zu lassen. "So schnell wie möglich" müsse sich nun ein "arbeitsfähiges Parlament" konstituieren, betonte sie. So befürchtet Glawischnig, dass die einstigen Großparteien im Rahmen der anstehenden Koalitionsverhandlungen keine Sitzungen "zulassen" könnten. Sollte das Hohe Haus auf derartige Weise "geknebelt" werden, dann werde ihre Partei eine Sondersitzung beantragen, kündigte sie an. Dabei werde man sich auf ein ähnliches Prozedere wie bei der letzten Sitzung vor den Wahlen, bei der sich für verschiedenste Anträge unterschiedliche Mehrheiten gebildet haben, einstellen können, sagte sie.
Keine Koalition mit BZÖ oder FPÖ
Einmal mehr bekräftigte die Neo-Parteichefin, für "jede Form der Zusammenarbeit offen" zu sein - mit Ausnahme einer Regierungsbeteiligung zusammen mit einer der beiden Rechtsparteien. Zur sogenannten "Twinni-Koalition" (Schwarz-Orange-Grün) wies sie außerdem darauf hin, dass diese auf Grund der knappen Mehrheit auch technisch "unmöglich" sei. Weiterhin geliebäugelt wird in ihrer Partei nach wie vor mit der "Kenia-Koalition" (Rot-Schwarz-Grün), wie aus Glawischnigs Ausführungen durchklang. Diese Variante will sie auch mit SP-Parteichef Werner Faymann bei einem Treffen kommende Woche besprechen.
(apa/red)
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