Donnerstag, 2. Oktober 2008

Kein Kredit - kein Auto: Automobil-Branche leidet unter der US-Finanzkrise am meisten

  • Amerikaner sparen und verzichten auf Autoneukauf
  • Ford mit 34,6 Prozent Rückgang, Chrysler mit 33 %

Die von der Finanzkrise gebeutelten amerikanischen Verbraucher schieben den Kauf eines Neuwagens derzeit auf. Die großen Autohersteller verbuchten daher im September teilweise heftige Absatzeinbußen auf dem weltgrößten Automobilmarkt. Einen großen Bogen machten die Amerikaner im September vor allem um die heimischen Autohäuser von Ford, GM und Chrysler.

Der Absatz von Ford fiel um 34,6 Prozent auf 120.788 Fahrzeuge, bei General Motors stand ein Minus von 16 Prozent auf 282.806 Autos zu Buche und Chrysler verbuchte einen Rückgang von 33 Prozent auf 107.349 Fahrzeuge. Auch der japanische Autobauer Toyota konnte die Kunden kaum für seine Modelle begeistern. Der Absatz brach um knapp 30 Prozent auf 144.260 Fahrzeuge ein.

Nach Einschätzung der größten US-Autohandelsgruppe AutoNation lastet die Kreditkrise auf dem US-Automarkt. Weil immer weniger Amerikaner Kredite zum Neuwagenkauf erhalten, werde der Absatz um rund 20 Prozent zurückgehen, erklärte AutoNation. Auch an der Börsen haben Auto-Aktien derzeit bei Investoren einen schweren Stand.

Auch die deutschen Hersteller, die in den vergangenen Monaten von der Nachfrage nach spritsparenden Modellen profitierten, konnten sich der Zurückhaltung der Amerikaner beim Autokauf nicht entziehen. (apa/red)

2.10.2008 09:38