Moritz Bleibtreu. Der deutsche Superstar derzeit als Terrorist Baader im Kino

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Kurzbeschreibung:
Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: Die nordamerikanische Politik in Vietnam, dem nahen Osten und der dritten Welt, unterstützt von den führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie.
Baader, Meinhof und Ensslin gründen die Rote-Armee-Fraktion und erklären der Bundesrepublik Deutschland den Krieg. Die Brutalität ihrer Terrorkampagnen eskaliert. Es gibt Tote und Verletzte. Der Mann, der ihre Taten zwar nicht billigt, aber dennoch versucht zu verstehen, ist auch ihr Jäger: Der Leiter des Bundeskriminalamtes Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.
Darsteller:
Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Nadja Uhl, Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Hannah Herzsprung, Jasmin Tabatabai, Jan Josef Liefers, Heino Ferch, Katharina Wackernagel, Anna Thalbach, Hans-Werner Meyer, Stipe Erceg
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Bernd Eichinger, Stefan Aust
Produktion: Bernd Eichinger, Martin Moszkowicz
Auszug aus dem NEWS-Interview:
NEWS: Wer in der Jugend kein Revolutionär ist, hat kein Herz, wer im Alter immer noch einer ist, hat kein Hirn. Ihr Kommentar zum gebräuchlichen Sager?
Bleibtreu: Jein. Ich war in meiner Jugend eigentlich nicht revolutionär. Für mich bestand die Revolution damals darin, dass ich Markenklamotten angezogen habe, weil meine Mutter das Gegenteil und nicht sehr bürgerlich gelebt hat. Ich hab mich nach Bürgerlichkeit gesehnt und mich so aufgelehnt. Ich war aber ein relativ jähzorniger Mensch, das hat sich dann gelegt. Da bin ich sehr froh drum, weil darunter man selbst und die anderen leiden. Beim Baader Meinhof Komplex geht es um Fanatismus. Meine Mutter hat dazu was Gutes gesagt: Ein Fanatiker ist ein Mensch, der seine Anstrengungen verdoppeln muss, weil er sein Ziel aus den Augen verloren hat.
NEWS: Apropos: Ihr Kommentar zu rechten Populisten Marke Haider und Strache?
Bleibtreu: Das ist traurig. Nationalismus im Allgemeinen ist immer an soziale Lebensumstände gebunden. Wo die Menschen weniger haben, werden sie nationalistisch. Das ist schade, weil Problembewältigung nicht mehr versucht wird, ohne Feindbilder zu schaffen. Wir stehen ja in Wahrheit vor einem globalen Problem Stichwort Bankenkrise. Hier Feindbilder aufzubauen, halte ich für falsch. Das Problem betrifft nicht nur Österreich. Die großen Parteien sind ja in ihrer Verschwommenheit gar nicht mehr unterscheidbar. Dann muss man sich nicht wundern, wenn einer mit so gestrigen Ideen kommt so schlecht sie auch sind , so klar formuliert, dass sich da welche davon faszinieren lassen. Das spielt diesen einfach gestrickten Ideologien in die Hände. Wenn man sagt, wir schmeißen die Ausländer raus, und alles wird besser. Das ist unglaublich gefährlich. Ich bin froh, dass es jemanden wie Obama gibt, und wenn er die Wahl gewinnt, wollen wir mal sehen.
Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen NEWS-Magazin!
Quelle: Redaktion
